Wir im Fokus unserer Reise… oder was wir alles nicht in Kuala Lumpur gesehen haben

Seit 10 Monaten reisen wir um die Welt. Wir waren im Dschungel wandern, haben an Karibikstränden gelegen, die Unterwasserwelt erkundet, viele uns unbekannte kulinarische Delikatessen ausprobiert und so viele Sehenswürdigkeiten gesehen. Und inzwischen merken wir, dass sich unser Fokus der Reise ändert – und das ist gut so!

Stopover in Kuala Lumpur

Auf dem Weg von Sumatra nach Bali hatten wir einen dreitägigen Aufenthalt in Kuala Lumpur eingeplant, da die Flüge sowieso über den Flughafen der malaiischen Hauptstadt gehen. Wir hatten uns vorher gar nicht so genau überlegt, was wir hier so wollen, einfach mal den Flug gebucht. Bei 20€ (dank Handgepäck) mussten wir da nicht lange überlegen 😉

Wir hatten in den Tagen vorher ein paar Blogbeiträge gelesen, was es in Kuala Lumpur zu sehen gibt und fleißig Markierungen bei maps.me gesetzt. Aber statt Hardcore Sightseeing zu betreiben, haben wir uns auf das konzentriert, was gerade in unserem Fokus steht: uns.

Unsere Zeit für uns nutzen

Nach so vielen Monaten, in denen wir kreuz und quer durch die Welt gereist sind, hat sich innerhalb der letzten Wochen immer mehr der Wunsch bei uns festgesetzt, unsere Zeit so gut es geht, auszunutzen. Und da steht gerade nicht immer der Besuch eines Museums oder des tollen Hauptplatzes an erster Stelle.

Wir haben unsere Prioritäten verschoben und die sehen im Moment so aus: regelmäßig Sport treiben. Etwas, was du vielleicht in deinem Alltag in Deutschland ganz selbstverständlich machst. Obwohl wir gerade alle Zeit der Welt haben, ist es mit dem regelmäßigen Reisen, neuen Orten und Städten gar nicht so leicht, eine Routine zu entwickeln. Da es uns aber wichtig ist, passen wir das den Gegebenheiten an. Hier in Kuala Lumpur zum Beispiel hatten wir ein Fitnessstudio im Gebäude, das wir fleißig genutzt haben.

Gesund ernähren. Auch das Thema gesundes Essen ist auf Weltreise nicht immer so einfach wie in gewohnter Umgebung zu Hause. Selber kochen ist unterwegs immer irgendwie aufwendig. Keine Küche, dreckige Küche, schlecht ausgestattete Küche. Kaum Zutaten, Gewürze, Kräuter im Rucksack. Und die günstigen Straßenstände in Lateinamerika boten meistens nur extrem kohlenhydratreiche Kost und wenig Gemüse, während die touristischen Restaurants oft deutlich teurer waren. Aber jetzt sind wir endlich in Asien. Wir lieben asiatisches Essen und wollen uns vermehrt die gesunden Versionen rauspicken und lieber etwas teurer aber dafür gesund essen. Auch von Süßgetränken und unserem Weltreisekeks, dem Oreo, werden wir Abstand nehmen. Auch wenn es schwerfällt 😉 Hier in Kuala Lumpur haben wir die Food Courts in den Malls schätzen gelernt, dort gab es alle Varianten asiatischer Kochkunst. Besonders gefreut haben wir uns über Momos, die hatten wir seit Nepal nicht mehr.

Unsere Zukunft nach der Reise. Wir überlegen, wie es nach der Reise für uns weitergehen soll. Viele Langzeitreisende reizt die Vorstellung, die Reise auf unbestimmte Zeit zu verlängern und den Lifestyle sogenannter digitaler Nomaden zu leben: am Laptop arbeiten, von überall in der Welt. Entweder als Freelancer oder durch Blogs, Youtube-Kanäle oder andere Möglichkeiten, die das Internet heute bietet, Geld verdienen. Am Anfang unserer Weltreise war das auch für uns eine mögliche Option, denn unser One-Way-Ticket hat uns erstmal alle Möglichkeiten offen gehalten. Wir sind aber zu der Erkenntnis gekommen, dass das nicht unser Lifestyle ist. So sehr wir unsere Weltreise genießen, so sehr freuen wir uns auch schon wieder darauf, Freunde und Familie in Deutschland zu sehen und Beziehungen wieder zu vertiefen. Das geht nämlich nicht so gut von unterwegs. Zudem hatten wir beide Jobs, in denen wir gerne arbeiteten und so langsam überlegen wir, wo und in welchem Rahmen wir in Deutschland wieder in den Beruf einsteigen können. Das klingt nicht nur nach einem typischen Urlaub, aber eine Weltreise ist ja auch kein Dauerurlaub.

Achtsamkeit. So oft sind wir mit unseren Gedanken in der Vergangenheit, spielen Szenarien möglicher Situationen im Kopf durch und nehmen dadurch den Moment gar nicht bewusst wahr. Dabei haben wir gerade die Augenblicke der Weltreise am stärksten in Erinnerung, die wir bewusst und intensiv erlebt haben. Und das geht eben auch im Alltag und genau das wollen wir nach der Reise (zumindest ein bisschen) umsetzen. Daher verbringen wir jetzt täglich etwas Zeit damit, zu üben, uns ganz bewusst dem Moment zu widmen.

Schmalspur-Sightseeing in Kuala Lumpur

Somit verbrachten wir viel Zeit in unserem Apartment, im Fitnessstudio, im Infinity Pool und in Foodcourts. Und weil wir unsere schöne Bude in den Regalia Residencies dann natürlich auch verlassen wollten, haben wir uns eben die Sache herausgepickt, die uns hier in Kuala Lumpur am meisten interessierte: die Helipad Bar im Viertel Bukit Bintang. Die Bar liegt in der 34. Etage des Menara KH Gebäudes, welches sich direkt an der Bahnstation Raja Chulan befindet. Ab 18 Uhr wird hier der Helikopterlandeplatz auf dem Dach des Gebäudes zur Bar umfunktioniert und bietet damit einen fantastischen Blick über die Stadt.

Nach unserem kurzen Zwischenaufenthalt in Kuala Lumpur wird es nun wieder zurück in die indonesische Inselwelt gehen. Eine konkrete Planung gibt es wie immer noch nicht, aber wir freuen uns schon sehr auf Sonne, Strand und Meer.

6 Kommentare zu “Wir im Fokus unserer Reise… oder was wir alles nicht in Kuala Lumpur gesehen haben

  1. Hi ihr zwei,

    Wir haben uns glaube ich in KL nur knapp verpasst. …und ja die Heli Bar ist echt ein super Platz um den Tag ausklingen zu lassen.

    Guter Artikel, überlege mir nach knapp 16 Monaten traveln, wie es weitergehen wird.

    Gruß aus UB, Mongolei

    1. Enno, wie schön von dir zu hören (lesen)!!!
      Das wäre ja supercool gewesen wenn wir uns ins KL gesehen hätten. Wie lange wirst du denn noch unterwegs sein?
      Liebe Grüße von Bali (haben auf deinem Blog grad gesehen, dass du hier ja auch warst).
      Franzi & Matthias

    1. Hallo Blue,

      wir wollen gern in der Nähe unserer Familien und Freunde wohnen. Das Jahr Reisen gefällt uns super aber ist eben auch ausreichend. Eine Erkenntnis, die wir auch erst während der Reise gewonnen haben 🙂

      Liebe Grüße,
      Franzi & Matthias

  2. Hallo meine lieben Weltreiseeumels,

    ich freue mich sehr, euch bald wieder hier zu haben und zu wissen und stehe für „Beziehung wieder vertiefen“ bereit. Auch wenn sich das vielleicht eher auf die Freunde bezog .
    Liebste Grüße
    Sarah

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