Peru: Reisetipps und wichtige Informationen

Im Süden Perus haben wir 18 Tage verbracht, lange nicht genug, um das ganze Land zu bereisen. Uns hat es aber gereicht, um einen Eindruck zu bekommen. Wir waren endlich mal wieder länger in der Natur, sind gewandert und haben dadurch die Anden und den Colca Canyon hautnah erleben dürfen. Peru hat uns richtig gut gefallen und wir würden gerne wiederkehren, um auch den Norden noch mal zu erkunden.

Beste Reisezeit für eine Reise nach Peru

Für Wanderungen in den Anden und generell Ausflüge in die Höhe ist die Trockenzeit in Peru zwischen Mai und September am besten. In dieser Zeitspanne hast du die größten Chancen auf blauen Himmel, angenehme Temperaturen und wenig Regen. Wir waren Ende Juni bis Mitte Juli in Peru und hatten wirklich tolles Wetter. In der Höhe ab 3000 Metern wurde es abends ziemlich kühl, dafür hatten wir tagsüber Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Zur Hauptreisezeit sind allerdings auch die meisten Touristen in Peru, sodass die Preise ebenfalls ihren Höchststand erreichen.

Einreise nach Peru

Deutsche mit einem bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültigem Reisepass können bis zu 90 Tage visumfrei in Peru reisen. Bei Einreise muss man die Anzahl der Reisetage angeben und sollte hier eher großzügig kalkulieren, um nachher bei Ausreise nicht 1 US$ Strafe pro überzogenem Tag zahlen zu müssen. Wir wurden bei der Einreise von Bolivien aus allerdings gar nicht erst gefragt, uns wurden einfach 90 Tage in den Pass eingetragen. Die Einreise über Land verlief total unkompliziert. Dabei erhält man eine zusätzliche Touristenkarte, die auf jeden Fall bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss.

Unser Tagesbudget in Peru

In Peru zahlten wir mit Soles und zu unserer Reisezeit (Juni 2017) lag der Wechselkurs bei 1 €uro zu 3,7 Soles. Wir konnten an fast allen Banken kostenlos Bargeld abheben und haben Scheine im Wert von 10, 20, 50 und 100 Soles bekommen. Dazu gibt es auch Münzen im Wert von 1,2 und 5 Soles.

Peru Reisetipps Kosten Grafik

Zusammen haben wir in den 2,5 Wochen in Peru 1705€ ausgegeben, was einem Tagesbudget von 47,35€ pro Person entspricht. Damit ist Peru für uns das teuerste Land in Südamerika gewesen. Das liegt aber ganz klar an den Unternehmungen, die mit 726€ einen Großteil der Ausgaben darstellen. Wir haben zwei organisierte Wanderungen und eine Sanddünen-Tour gemacht, die ordentlich teuer waren. Außerdem waren wir in Peru viel unterwegs und haben dadurch auch mehr für den Transport ausgegeben.

Verkehrsmittel und Transport in Peru

Das Verkehrsnetz in Peru ist sehr gut ausgebaut. Mit Flugzeug, Bus und manchmal auch Bahn kann man bequem quer durchs Land reisen.

Peru Reisetipps Transport Grafik

Bus fahren in Peru

Mit Bussen verschiedenster Qualitätsklassen kannst du kreuz und quer durch Peru fahren. Wir haben die zwei langen Nachtfahrten beim Marktführer Cruz del Sur gebaucht und fanden, dass es das Geld wert war. Die VIP-Sitze boten genügend Platz, waren sehr bequem und wir hatten ziemlich angenehme Nächte. Dazu gab es abends ein Abendessen, das man vorher auswählen konnte und ein Getränk nach Wahl. Das Essen war in Ordnung, der Service wirklich gut. Für längere Fahrten können wir Cruz del Sur sehr empfehlen, da das Busunternehmen auch als das sicherste gilt und bei einer Fahrtdauer von mehr als 4 Stunden immer zwei Fahrer an Board hat. Zudem hat jeder Sitz ein eigenes Entertainmentsystem, auf dem du Filme und Fernsehsendungen sehen kannst.

Peru Reisetipps Bus Cruz del Sur

Für unsere Fahrt von Ica nach Lima sind wir mit Perubus gefahren, die etwas günstiger sind als Cruz del Sur aber immer noch ziemlich gut. Auch hier waren die Sitze sehr bequem und die Fahrt verging schnell. Nebenbei konnten wir Disneys Die Schöne und das Biest auf Spanisch schauen 😉

Taxi fahren in Peru

Für die längeren Fahrten vom Busbahnhof zur Unterkunft oder zum Flughafen haben wir Taxen genommen. Meistens haben wir einfach ein Taxi auf der Straße angehalten, mit dem Fahrer den Preis verhandelt (immer vor der Fahrt klären) und sind dann sicher am Ziel angekommen. Alleine und abends soll es sicherer sein, nur registrierte Taxen zu nehmen. Diese erkennst du am Schild auf dem Dach und einer Plakette an der Windschutzscheibe.

Übernachten in Peru

Wenn wir nicht während unserer Wanderungen im Zelt oder in sehr einfachen Unterkünften geschlafen haben, suchten wir uns in den Städten in der Regel Doppelzimmer mit eigenem Bad. Diese haben wir fast immer über booking.com* gebucht und dadurch weniger zahlen müssen, als im Hotel für das Zimmer genommen wurde.

Cusco

Im hippen Künstlerviertel San Blas, oberhalb des Plaza de Armas, haben wir im Hostal El Grial* gewohnt. In diesem schönen Haus im Kolonialstil hatten wir ein Zimmer mit eigenem Bad für 38€ (über booking.com, größeres Zimmer) bzw. 23€uro. Morgens gab es ein kleines Frühstück (Brot, Marmelade, Käse, Ei, Guacamole, Tee und Kaffee) und auch tagsüber konnten wir uns immer einen Tee zubereiten. Die Mitarbeiter waren super freundlich und während des Salkantay Treks konnten wir hier kostenlos unsere Rucksäcke lassen. Sehr empfehlenswert.

Arequipa

Im Park Hostal* in Arequipa haben wir ebenfalls ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bewohnt, das uns 22€ pro Nacht gekostet hat. Die Zimmer waren relativ groß und die Dusche hatte ordentlich heißes Wasser. Besonders schön fanden wir das Frühstück auf der sonnigen Dachterrasse. Auch hier konnten wir kostenlos unsere Rucksäcke einschließen, als wir im Colca Canyon gewandert sind.

Huacachina

Peru Reisetipps Übernachtung Huacachina

In der Wüstenoase bei Ica hatten wir die witzigste Unterkunft Perus: in einem Zelt haben wir in gemütlichen Betten geschlafen und für 30€uro pro Nacht ein sensationelles Frühstück bekommen. Die Anlage des Desert Night Ecocamp* liegt direkt an der Sanddüne und hat einen schönen Pool mit Poolbar und vielen Liegen. Durch die vielen Sandbuggys, die hier tagsüber lang düsen, ist es allerdings relativ laut. Dafür sind die Gemeinschaftsbäder sehr neu und immer super sauber.

Lima

Hier haben wir ein richtiges Schnäppchen geschossen: im Hotel El Ducado* in Miraflores haben wir ein riesiges Zimmer für nur 35€ die Nacht gebucht. Enthalten war auch ein sehr gutes Frühstück. Das Hotel liegt nur zwei Blocks vom Strand entfernt und in wenigen Minuten ist man im bunten Treiben von Miraflores mit seinen vielen sehr guten Restaurants.

Typisches Essen in Peru

Da wir hier viel Zeit auf organisierten Touren verbracht haben, gab es für uns oft das, was eben auf den Tisch kam. Besonders gut haben uns die Suppen geschmeckt, die mal mit Quinoa, mal mit Reis oder mit Nudeln zubereitet wurden. Insgesamt ist die Qualität und Auswahl des Essens in Peru besser als beispielsweise in Bolivien und besonders Lima ist als Foodie Stadt bekannt mit seinen zahlreichen Sterne-Restaurants.

Als große Delikatesse gilt in Peru das Meerschweinchen – Cuy genannt – das sowohl auf Märkten als auch in vielen Restaurants angeboten wird. Wir fanden die ganzen gebratenen Tiere weniger appetitlich und haben auch von anderen gehört, dass es sich nicht lohnt, dafür viel Geld auszugeben.

Peru Reisetipps Essen Meerschwein

Viele Streetfoodstände bieten gebratenes Fleisch am Spieß an, das oft günstig und schmackhaft ist. Eine lokale Spezialität sind die Anticuchos, das sind Rinderherzen am Spieß mit einer Kartoffel oben drauf. Wenn man nicht weiß, was es ist, schmeckt es gut 😀

Reisetipps für Peru

Während unserer 18 Tage in Peru haben wir uns vor allem auf den Süden des Landes konzentriert und können dir dazu Tipps geben. Natürlich hat aber auch der Norden des Landes richtig viel zu bieten und du kannst mindestens zwei weitere Wochen in Peru verbringen, um in der Cordillera Blanca um Huaraz zu wandern, die Inkastätte bei Kuelap zu besichtigen oder ein Dschungelabenteuer in Iquitos zu starten.

Salkantay Trek

Peru Reisetipps Salkantay Trek

Diese fünftägige Wanderung, die am letzten Tag einen Besuch des Macchu Picchu beinhaltet, war für uns eines der Highlights in Peru. Die Natur war atemberaubend, der Trek anstrengend, aber gut zu bewältigen. Wir haben alle wichtigen Informationen zum Trek für dich zusammengestellt, sodass du dir ein Bild davon machen kannst.

Machu Picchu

Peru Reisetipps Machu Picchu

Für viele Südamerika-Reisende ist diese bedeutende Inkastätte ein absolutes Muss auf dem Reiseplan. Wir waren zunächst skeptisch, haben uns vor Ort dann aber verzaubern lassen von der toll erhaltenen Stadt mir ihrem mystischen Flair so hoch in den Bergen. Alle wichtigen Informationen rund um deinen Besuch haben wir in einem extra Beitrag zusammengefasst.

Arequipa und der Colca Canyon

Peru Reisetipps Arequipa Colca Canyon

Im Süden Perus wartet (unserer Meinung nach) der schönste Plaza de Armas Südamerikas in Arequipa auf dich. Die Kolonialbauten rund um den Plaza de Armas sind wirklich faszinierend schön! Von Arequipa aus gibt es sehr viele Möglichkeiten, die Natur im Süden zu erleben. Wir haben die Zweitageswanderung in den Colca Canyon dafür genutzt und können sie sehr empfehlen!

Huacachina

Peru Reisetipps Huacachina

Nach den vielen Wandertagen und sehr einfachen Übernachtungen war die Wüstenoase Huacachina genau das Richtige für uns! Hier haben wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, am Pool gelegen und eine aufregende Sandbuggy-Tour durch die riesigen Sanddünen gemacht.

Nützliche Tipps für deine Perureise

  • Die Regionen in den Anden liegen häufig auf 3000 Metern oder höher. Wenn von Europa aus nach Peru reist, solltest du dir mindestens zwei Tage (besser drei oder vier) zur Akklimatisierung gönnen, bevor du auf Wanderungen aufbrichst.
  • Auch in Peru gehört das Toilettenpapier in den Mülleimer neben der Toilette.
  • Auf einer Wanderung ist es üblich, den Trägern und Guides etwas Trinkgeld zu geben.
  • Viele Geldautomaten in Peru verlangen keine Gebühr beim Abheben von Bargeld, es lohnt sich daher manchmal, den nächsten auszuprobieren.
  • Preise für eine Taxifahrt solltest du vorher mit dem Taxifahrer verhandeln.
  • Planst du, eines der Sternerestaurants in Lima zu besuchen, solltest du lange genug vorher reservieren. Teilweise musst du mehrere Monate vorher schon einen Termin buchen, was du meistens problemlos online über deren Website erledigen kannst.

Das fanden wir besonders toll

Die Landschaft. Die Wanderungen durch die Anden und im Colca Canyon waren so toll, die Wüste so sandig – wir waren begeistert von der grandiosen Natur um uns herum. Und Peru hat im Norden und im Amazonasgebiet ja noch viel mehr zu bieten. Einmalig!

Das werden wir nicht vermissen

Die hohen Preise. Besonders in den Touristen-Hot-Spots Cusco und Arequipa waren die Preise für Übernachtungen und Essen zum Teil echt heftig. Auch Touren sind nicht gerade günstig, wobei diese unserer Meinung nach jeden Cent wert waren.

Reiseplanung Peru: Unsere Tipps

Reiseführer Peru

Wenn wir unsere Reise in das nächste Weltreiseland planen, ist der Lonely Planet* immer unsere erste Anlaufstelle. Da wir in mehr als 15 Länder reisen und nur unser Handgepäck dabeihaben, können wir nicht die Buchversion mitschleppen. Deswegen empfehlen wir, den Kindle Paperwhite* in Kombination mit eBooks. Genial!

Hilfreiche Blogs für deine Reiseplanung in Peru

  • Der Erfahrungsbericht zum Salkantay Trek auf Info Peru hat uns einen guten Einblick gegeben, worauf wir uns da so einlassen.
  • Auf dem Blog Bergzeit wird beschrieben, wie du die Colca Canyon Tour auch ohne Guide wandern kannst.
  • Ganz viele tolle Wanderberichte stellen We travel the World auf ihrem Blog bereit.

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