Nepal: Reisetipps und wichtige Informationen

Insgesamt 30 Tage waren wir im Oktober 2016 im Rahmen unserer Weltreise in Nepal unterwegs. Hier wollen wir dir nützliche Informationen und praktische Tipps geben, die wir auch gerne gehabt hätten. Schon mal vorneweg: wir können das Land nur empfehlen! Egal ob es einen in die Berge zieht, man eher auf spirituelle Erfahrungen steht, Tiere beobachten möchte oder sich in bunten Städten treiben lässt – Nepal hat viel zu bieten und ist ganz sicher eine Reise wert.

Beste Reisezeit in Nepal

Die Hauptreisezeit für Wanderer in Nepal ist unser Herbst. Im Oktober und November ist der Monsun vorüber, der Himmel meistens klar und in den Höhen ist es noch nicht zu kalt. Wir hatten in den Städten Kathmandu und Pokhara angenehme Temperaturen um die 25°C und in den vier Wochen hat es nachts drei Mal geregnet. Der Blick auf die Berge war morgens am besten, im Laufe des Tages schoben sich oft Dunst und Wolken in den Weg. Ab 3000 Metern wurde es abends empfindlich kühl und wir waren froh, dass die Unterkünfte ihre Öfen angeworfen haben. Gegen Ende November fallen die Temperaturen weiter und es ist vermehrt auch mit Schnee zu rechnen. Als zweite Hauptsaison gilt die Zeit zwischen März und Mai.

Einreise nach Nepal – Visum und Kosten

Um als deutscher Tourist in Nepal einreisen zu können, benötigt man ein Visum. Das kann man sich entweder bei Einreise am Flughafen in Kathmandu besorgen oder vorher schon in Deutschland beantragen. Da es in der Hochsaison manchmal zu langen Schlangen bei der Einreise kommen kann, haben wir unser Visum bereits in Deutschland beantragt. Dazu kann man sich auf der Website der nepalesischen Botschaft ein Formular herunterladen, es ausfüllen und ein Passfoto aufkleben. Zusammen mit dem Pass schickt man das Formular an die Botschaft und innerhalb von ungefähr einer Woche bekommt man den Pass (im frankierten Rückumschlag, den man mit hinschickt) wieder zurück. Aktuell liegen die Kosten für ein 30-Tages-Visum bei 40€, ein Visum über 90 Tage kostet 100€. Ist man einmal in Nepal eingereist, kann man sein Visum in Kathmandu oder Pokhara auch noch einmal verlängern. Dazu muss man zunächst online ein Formular ausfüllen und sich dann in die zuständige Stelle in den Städten begeben. Wir haben gelesen, dass das innerhalb eines Tages gut zu erledigen ist.

Unser Tagesbudget in Nepal

In Nepal bezahlt man mit nepalesischen Rupie und zum Zeitpunkt unserer Reise bekam man für 1 €uro 119 nepalesische Rupie (NPR). Geld bekommt man problemlos in den größeren Orten an Geldautomaten. Wir haben mit unseren VISA-Karten (DKB und Santander) ohne Schwierigkeiten abheben können. Dabei fiel an manchen Geldautomaten eine zusätzliche Automatengebühr (500 NPR) an, die uns von Santander aber zurückerstattet wird. Meistens war das bei den Automaten der Fall, die auch höhere Summen zum Abheben erlaubten. Wir haben nur mit Scheinen bezahlt, glauben aber, dass es auch Münzen gibt. Der kleinste Schein sind 5 NPR, der größte 1000 NPR. In abgelegeneren Regionen und auf dem Trek kann man kein Geld abheben, sodass es wichtig ist, genügend Bargeld dabei zu haben.

In den 30 Tagen haben wir zu zweit insgesamt 1402€ ausgegeben. Damit ergibt sich ein Tagesbudget von 23,40€ pro Person. Wofür genau das Geld drauf ging, kannst du in unserer Übersicht erkennen.

Nepal Reisetipps Tagesbudget

Wir hatten für Nepal ein Tagesbudget von 30€ kalkuliert, weil wir für die Wanderung evtl. Guide oder Porter buchen wollten und das noch mal gut was gekostet hätte. Trotzdem wir vor Ort Wanderequipment gekauft haben und unser Visum zu den täglichen Kosten hinzugerechnet haben, sind wir deutlich unter dem Budget geblieben. Ausgenommen von unserem Tagesbudget ist der Hinflug nach Nepal, der uns jeweils 362€ gekostet hat. Sicher ist: man kann in Nepal noch deutlich günstiger klarkommen, aber auch viel mehr Geld ausgeben. Ohne den Kauf des Trekkingequipments und ohne die teure Jeepfahrt beim Abbruch der Wanderung hätte unser Tagesbudget bei €19,45 gelegen.

Verkehrsmittel/ Transport vor Ort – so sind wir durch Nepal gereist

In Nepal kann man sich hauptsächlich auf Rädern fortbewegen, und das laut hupend und auf der linken Seite. An das Gehupe gewöhnt man sich recht schnell und springt nicht immer gleich in den nächsten Graben. Hupen hat in Nepal viel mehr Funktionen als wir das so kennen: es wird zum Anzeigen des Überholens genutzt (Blinker werden nicht benutzt), zum Grüßen, zum Verabschieden, um dem anderen klar zu machen, dass man vorbei will oder auch um im Dorf auf sich aufmerksam zu machen und potentielle Mitfahrer zu gewinnen. Das Hauptverkehrsmittel der Nepalesen ist vermutlich das Motorrad, davon sieht man zumindest die meisten auf der Straße. Ein eigenes Auto besitzen nur ganz wenige Einwohner. Welche Transportmittel wir wir häufig genutzt haben, kannst du in unserer Übersichtsgrafik sehen.

Nepal Reisetipps Transportmittel

Bus fahren in Nepal

Hier ist die Unterscheidung von Touristenbus und local Bus zu beachten. Die Touristenbusse sind in der Regel etwas teurer, komfortabler und fahren direkt von einem Ort zum anderen. Es gibt die Deluxe Touristenbusse mit Klimaanlage und noch mal mehr Platz. Die etwas günstigere Variante des Touristenbusses ist mit Mini-Ventilatoren am Fenster ausgestattet und reicht auch völlig aus. Die Touristenbusse machen auf längeren Strecken Pausen, in denen man sich sehr günstig mit Essen versorgen kann. Man muss also nicht wie wir Tüten voll Proviant mitnehmen. Für die Strecke Kathmandu – Pokhara haben wir pro Person 700 Rupie bezahlt (ca. 6,50€).

Nepal Reisetipps Touristenbus

Der local Bus hingegen ist günstiger und schon deutlich älter. Der Abstand zwischen den Sitzen ist kleiner und es werden deutlich mehr Menschen in den Bus gepresst. Der Bus hält nämlich überall da, wo Menschen einsteigen möchten. Und wenn die Hühner, Möbelstücke oder Zementsäcke dabei haben, dann kommen die eben mit in den Bus. Auf den 2er Sitzen nehmen oft 3-4 Personen Platz und in den Gängen stehen noch mal 20-30. Es ist definitiv amüsant, das mal zu erleben. Aber vielleicht lieber auf einer kürzeren Strecke, denn die Fahrt dauert natürlich auch länger als im Touristenbus. Hier ein Preisvergleich der Busse: Für die Strecke Besisahar – Pokhara haben wir im Touristenbus 400 Rupie pro Person bezahlt und 4 Stunden gebraucht. Im local Bus haben wir 240 Rupie pro Person bezahlt und 5 Stunden gebraucht.

Nepal Reisetipps local Bus

Es rollen auch noch Mikrobusse über die Straßen Nepals. Das sind kleinen Busse, die ebenfalls für den Transport von Touristen gedacht sind und häufig noch mal mehr Geld kosten als die Touristenbusse. Wir sind damit nicht gefahren und können deswegen nicht mehr berichten.

Jeep

Für kürzere Strecken, auf denen die Busse nicht fahren, werden gerne Jeeps genommen. Oder für eigentlich sonst unbefahrbare Strecken 😉 Auch hier gilt: immer rein mit den Menschen, wird schon passen. Oft sind die Ladeflächen hinten voll mit Nepalesen und im Inneren sitzen die Touristen Hüftknochen an Hüftknochen.

Flugzeug

Innerhalb Nepals kann man am schnellsten per Flugzeug vorwärts kommen. Dabei sollen Inlandsflüge von und nach Jomsom im Annapurnagebirge toll sein, weil man einen super Blick auf die Berge hat. Es ist aber auch nicht ganz ungefährlich, da manche Flughäfen in den Bergen schwer anzufliegen sind und die Wartung der Flugzeuge nicht immer so ernst genommen wird. Hier sollte man vor der Buchung des Fluges Informationen über die Fluggesellschaft einholen.

Übernachten in Nepal

Wir haben in den Städten hauptsächlich in Hotels und Guesthouses übernachtet. Was der Unterschied zwischen den beiden ist? Bis auf den Namen können wir keinen nennen! Wir hatten immer ein Doppelzimmer und meistens unser eigenes Bad. Unterkünfte in Nepal sind günstig und können oft spontan vor Ort gesucht werden.

Kathmandu

In Kathmandu haben wir im Karma’s Travellers Home* übernachtet. Für 11€ die Nacht waren wir mitten im Touristenviertel in Thamel und haben dafür überraschend ruhig geschlafen. Das Zimmer war ausreichend groß, die Sauberkeit war okay. Und für den Preis war es echt klasse, dass wir kostenlos vom Flughafen abgeholt wurden. Highlight war dann die Überschwemmung im Bad, immer wenn man die Klospülung betätigt hatte 😉

Pokhara

In Pokhara haben wir vor und nach unserer Wanderung einige Nächte im R&R Guesthouse* verbracht. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt in unserem geräumigen Zimmer mit sehr großem und sauberem Bad. Für 9€ konnten wir hier die Nacht verbringen und hatten einen sehr netten Gastgeber, über den wir auch Bustickets buchen konnten. Das Guesthouse liegt in einer Nebenstraße der Hauptstraße und bietet somit genügend Ruhe vom Touristenrummel. Kostenlos konnten wir während unserer Wanderung unsere Tasche hier lassen, echt praktisch. Beide Unterkünfte hatten wir vorher schon über Booking.com* gebucht, konnten die in Pokhara dann auch problemlos vor Ort verlängern.

Auf dem Annapurna Circuit

Während unserer Wanderung im Annapurnamassiv haben wir in Lodges geschlafen. Meistens waren das einfache Zimmer mit Steinwänden und zwei Einzelbetten. Die Toilette war immer irgendwo draußen und bestand aus einer Keramikschüssel im Boden. Die Dicke der Matratzen nahm mit der Höhe stetig zu. Angefangen haben wir bei einer geschätzten Dicke von 2cm… es konnte also nur besser werden! In der Regel mussten wir für die Übernachtung nichts zahlen wenn wir in der Lodge Abendessen und Frühstück gegessen haben. Den Deal fanden wir total in Ordnung! Besonders in den höher gelegenen Lodges sollte man darauf achten, dass genügend Decken vorhanden sind damit man nachts nicht frieren muss.

Nepal Reisetipps Feuerstelle

Im Bardia Nationalpark

Zuletzt sind wir auch noch in einem Homestay gewesen, einer Unterkunft bei einer nepalesischen Familie. Im Bardia Nationalpark haben wir uns auf die Empfehlungen von TripAdvisor verlassen und drei Nächte im Bardia Homestay gebucht. Das geräumige Zimmer mit Dusche und Toilette in zwei kleinen Extraräumen war sauber, nur die Matratzen etwas dünn. Am besten gefiel uns hier die Atmosphäre. Das Homestay wird von Sonja und Budhi geführt, einer Niederländerin und einem Nepalesen. Die beiden sind total sympathisch und echt hilfreich, was die Planung vor Ort aber auch die der weiteren Reise angeht. Wir haben uns pudelwohl gefühlt und würden jedem empfehlen, in Nepal mindestens einmal in einem Homestay zu übernachten. Wir haben viel über die Kultur erzählt bekommen und das tägliche Leben hautnah miterlebt.

Nepalesisches Essen

Das Nationalgericht der Nepalesen ist Dal Bhat. Das Gericht wird morgens und abends gegessen und es heißt, dass viele Nepalesen in ihrem Leben nichts anderes essen. Das Essen besteht aus einer Linsensuppe (Dal), Reis (Bhat), Kartoffelcurry, Gemüse (oft Kohlarten und Möhren) und einem gewürzten Brotfladen. Wir haben es insbesondere auf unserer Wanderung im Himalaya regelmäßig gegessen und sehr gemocht. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept für Dal Bhat und so unterscheiden sich die Variationen immer ein bisschen voneinander. Mal waren die Kartoffeln wie Bratkartoffeln, mal mehr als Curry angemacht. Mal gab es scharfe, eingelegte Gurken dazu, ein anderes Mal bekamen wir eine selbstgemachte Tomatensauce.

Nepal Reisetipps Essen Dal Hat

Neben dem Dal Bhat haben wir auch die tibetische Küche ausprobiert und fanden hier die Momos besonders lecker. Das sind gefüllte Teigtaschen (wie chinesische Dumplinge), die mal gedämpft und mal frittiert werden. Auch Thukpa (eine Art Nudelsuppe) entstammt der tibetischen Küche und gefiel uns gut.

Nachdem wir anfangs noch sehr vorsichtig waren mit dem Essen und aus Sorge um unsere Mägen nur in Restaurants gegessen haben, legten wir diese Vorsichtsmaßnahmen irgendwann ab. Ob es an den probiotischen Kapseln lag, die wir täglich eingenommen haben, oder das Essen einfach gut verträglich ist, wissen wir nicht. Auf jeden Fall sind wir ohne Magenprobleme durchgekommen. Und das will für Franzi schon was heißen! Also haben wir uns mutig auch an die Straßenstände und kleineren Restaurants getraut. Die waren oft deutlich günstiger und haben die Speisen würziger zubereitet. In Pokhara hatten wir zum Schluss unseren „Stamm-Inder“ bei dem wir Samosas, Alu Tikka und vor allem richtig leckere Lassis bestellt haben.

Nepal Reisetipps Essen Snacks

Da wir uns auch viel in touristischen Gegenden aufgehalten haben, gab es dort natürlich auch Essen, das wir gut von zu Hause kennen. In Pokhara haben wir im Olive Café super Bolognese-Nudeln und Knoblauch-Naan bekommen. Außerdem hatten wir dort die beste Internetverbindung, was für unsere weitere Reiseplanung nicht ganz irrelevant war. Mit Blick auf den See haben wir in der Bamboo Kitchen einen wirklich leckeren Burger genossen. In Kathmandu haben wir im Roadhouse Café eine sehr leckere Pizza gegessen. Zum Frühstück wird einem ebenfalls viel „Westliches“ angeboten. Wir mochten Porridge (Haferschleim mit Milch), Omelette und Bananen-Pancake am liebsten.

Nepal Reisetipps Essen

In den großen Städten gibt es auch immer wieder „German Bakerys“. Unser gutes deutsches Brot und die tollen Backwaren haben auch hier in Nepal einen sehr guten Ruf. Allerdings sind die hier angebotenen Sachen nicht wirklich vergleichbar mit dem, was wir so von zu Hause kennen. Wir haben uns trotzdem ab und zu eine Zimtschnecke oder einen Muffin geholt.

Religion

Nepal Reisetipps Religion

Ein Großteil der nepalesischen Bevölkerung (ca. 80%) sind Angehörige des Hinduismus und knapp 10% sind Buddhisten. Je weiter wir in die Berge gewandert sind, desto buddhistischer waren die kleinen Orte geprägt. In dem Monat, den wir in Nepal verbracht haben, haben wir die wichtigsten religiösen Feiertage der Nepalesen mitgenommen – natürlich ohne das vorher zu ahnen 😉 Zunächst stand Dasain an, ein Fest, das insgesamt über 15 Tage geht und von der Bedeutung her mit unserem Weihnachtsfest zu vergleichen ist. Ende Oktober fand Tihar statt, das Fest der Lichter. Dieses dauert fünf Tage an und an jedem Tag steht etwas anderes im Vordergrund. So wurden zum Beispiel an einem Tag die Kühe gefeiert, indem ihnen Schmuck (Blumenkränze) um den Hals gelegt wurde und sie tolles Essen bekamen. An einem anderen Tag wurden bunte Farben vor den Hauseingang gemalt und Öllampen angezündet. An allen Tagen des Tihar zogen Kindergruppen von Haus zu Haus und führten Tänze auf. Sie sammelten Geld ein, das sie am Ende des Tihar dafür nutzen, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Unsere Reisetipps für Nepal

Kathmandu

Nepal Reisetipps Kathmandu

Kathmandu war der erste Stopp unserer Weltreise und begrüßte uns mit viel Gewusel und Chaos. Wir haben hier nur zwei Tage verbracht, können dir also keine umfassenden Tipps geben. Aber einen Eindruck bekommst du bestimmt beim Lesen unseres Berichtes.

Pokhara

Nepal Reisetipps Pokhara

Im touristischen Teil Lakeside herrscht eine entspannte Atmosphäre mit Bars am See und vielen Restaurants, die gute internationale Küche anbieten. Es gibt aber auch leckere Straßenstände, die indische, tibetische und nepalesische Leckereien zubereiten. In Pokhara werden unendlich viele Freizeitmöglichkeiten angeboten: hier kann man Ziplining oder Paragliding ausprobieren wenn man Adrenalin liebt. Etwas gediegener kann man Zeit im Ruderboot auf dem See verbringen oder eine kleine Wanderung zur World Peace Stupa oder nach Sarangkot machen. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

Wandern im Himalaya – Annapurna Circuit

Nepal Reisetipps Annapurna Circuit

Für viele ist das Wandern (Trekking) der Hauptgrund, nach Nepal zu reisen. Wir haben uns für den Annapurna Circuit entschieden und unsere Erfahrung in zwei Berichten festgehalten. Die Landschaft hat uns nachhaltig beeindruckt und wir empfinden diese Erfahrung als eine der wertvollsten Reiseerfahrungen bisher. Alternativ können auch Tageswanderungen oder kürzere Wanderungen (z.B. zum Poon Hill) von Pokhara aus unternommen werden. Und für die ganz Ambitionierten steht da ja noch der Mount Everest!

Lumbini

Nepal Reisetipps Lumbini

Hier wurde Buddha geboren, der Begründer des Buddhismus, dem heute immerhin mehr als eine Milliarde Menschen angehören. Dementsprechend ist der Ort eine beliebte Pilgerstätte für Buddhisten, gleichermaßen aber auch für interessierte Touristen aus aller Welt. 1997 wurde das Fleckchen Erde zum Weltkulturerbe erklärt.

Bardia Nationalpark

Nepal Reisetipps Bardia Nationalpark

Im nicht so touristischen Bardia Nationalpark im Westen Nepals kann man zu Fuß durch die fast unberührte Natur streifen. Dabei werden einem Blicke auf Nashörner, Elefanten, Bengalische Tiger, Affen und viele weitere Tiere ermöglicht. Wir können diese Erfahrung uneingeschränkt empfehlen! Wer ein bisschen Zeit hat, sollte die längere Fahrzeit in Kauf nehmen und unbedingt auch die umliegenden Tharu-Dörfer erkunden. Eine tolle Alternative zum touristisch sehr überlaufenen Chitwan Nationalpark.

Nützliche Tipps für deine Nepal-Reise

  • Die Steckdosen in Nepal haben die gleichen Ausgänge wie unsere deutschen, kein Adapter notwendig.
  • Eine Rolle Toilettenpapier kann man immer gut dabei haben, man weiß nie, auf was für Toiletten man so trifft.
  • Trinkgeld ist oft schon in der Rechnung enthalten (10% Service Charge)
  • Steuern (13% Umsatzsteuer und 10% Service Charge) werden von Restaurants sehr beliebig drauf geschlagen. Die meisten lokalen (kleineren) Restaurants und Straßenstände nehmen die Preise, die sie nennen, größere (touristische) Restaurants fügen auf jeden Fall die Service Charge hinzu und manchmal on top auch noch die VAT. Ist aber oft in der Speisekarte gekennzeichnet.
  • Busse können ganz einfach am Vortag gebucht werden. Die Nepalesen buchen in der Regel gar nicht vor, sondern halten auf der Straße einfach einen Bus in die gewünschte Richtung an. Da ist man mit einem Tag Vorlauf schon früh dran.
  • Wenn man den local Bus nimmt, sollte man auf jeden Fall Ohrstöpsel dabei haben! Hier wird die Musik in vollster Lautstärke durch völlig durchgenudelte Boxen abgespielt, das kann auf Dauer aggressiv machen 😉
  • Für Rucksäcke fanden wir die Regenhülle sehr praktisch. Gerade bei den Busfahrten werden die Rucksäcke gerne auf dem Dach transportiert und das ist selten sauber. Geklaut wurde uns nichts, diese Art des Transports scheint sicher zu sein.
  • Handeln führt oft zu kleineren bis größeren Preisnachlässen, insgesamt hatten wir nicht das Gefühl, dass die Nepalesen uns übers Ohr gehauen haben.

Das fanden wir besonders toll

Die farbenprächtige Landschaft! Nepals Landschaft ist durch unzählige Grüntöne geprägt und es ist ein Genuss, die Umgebung zu betrachten. Und auch außerhalb der Natur wird das Auge mit Farben verwöhnt. In den Bergen durch die bunten Gebetsfahnen und selbst in den einfachsten Orten scheint es ein großes Hobby zu sein, sein Haus schön bunt anzumalen. Ein Augenschmaus 🙂

Nepal Reisetipps Reisfeld

Die große Freundlichkeit der Menschen! Egal wo wir waren, es gab immer hilfsbereite Nepalesen um uns herum, die mit Informationen und Tipps aufwarten konnten. Überall wird man freundlich gegrüßt und erntet eigentlich immer ein Lächeln. Die Menschen lassen einen gerne an ihrem Leben teilhaben und berichten von sich, den Feiertagen und ihren Familien. Ein echtes Geschenk!

Das werden wir nicht vermissen

Das Internet! Nepal ist eines der Länder mit der schlechtesten Internetverbindung weltweit. Besonders bei der Vorbereitung der weiteren Reise hat uns das echt Nerven gekostet. Es war schwierig, Dinge zu recherchieren und zum Beispiel die Bedeutung der Feiertage nachzulesen, weil die Seiten entweder ewig brauchten bis sie geladen waren oder gar nicht geladen worden sind. Vom Hochladen der Videos wollen wir hier gar nicht anfangen.

Die engen Sitzabstände in den lokalen Bussen. Hier wird nochmal ganz deutlich, dass der durchschnittliche Mensch in Nepal mindestens 15cm kleiner ist und oft auch schmaler. Für uns war mit einer Körpergröße von 1,74m und 1,85m nicht annähernd genug Platz zwischen den Sitzen. Als Matthias dennoch einmal versuchte, sich gerade auf einen der Sitze zu setzen und einen halben Meter über dem Sitz nicht mehr weiterkam, löste das großes Gelächter bei den Nepalesen aus 🙂

Reiseplanung Nepal: Unsere Tipps

Reiseführer Nepal

Wenn wir unsere Reise in das nächste Weltreiseland planen, ist der Lonely Planet* immer unsere erste Anlaufstelle. In Nepal haben wir außerdem noch den Rother Wanderführer* benutzt, den wir uneingeschränkt für die Annapurna-Umrundung empfehlen können. Da wir in mehr als 15 Länder reisen und nur unser Handgepäck dabeihaben, können wir nicht die Buchversion mitschleppen. Deswegen empfehlen wir, den Kindle Paperwhite* in Kombination mit eBooks. Genial!

Hilfreiche Blogs für die Reiseplanung in Nepal

  • Bei We travel the World hatten wir viele Informationen rund um den Annapurna Circuit gefunden. Eine super Seite!
  • Alexander und Elena berichten auf ihrem Blog Auszweit von ihrer Annapurna Wanderung und stellen viele Informationen rund um den Trek sowie zwei sehr lesenswerte Erfahrungsberichte bereit.
  • Auf dem Blog Mein Nepal findest du ganz viele Infos rund um Nepal, die Kultur und Menschen vor Ort sowie mögliche Hilfsprojekte.

Noch Fragen?

Fehlen dir noch wichtige Informationen? Sind Fragen offen geblieben? Dann schreib uns das gerne einen Kommentar drunter!

6 Kommentare zu “Nepal: Reisetipps und wichtige Informationen

    1. Hallo Claudi,

      vielen lieben Dank für das nette Feedback. Du machst uns Mut, weiter unsere Erlebnisse hier festzuhalten! Und wenn wir dich dadurch zum Reisen ermuntern können, haben wir unser Ziel erreicht 🙂
      Liebe Grüße aus Mexiko, Franzi & Matthias

  1. Hey!
    Toller Bericht! Wir waren auch letztes Jahr in Nepal und es war einfach super. Nepal stand eigentlich nie auf unserer Liste, aber eine nepalesische Studienfreundin hat uns zu ihrer Hochzeit in Nepal eingeladen und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir waren im Februar dort und hatten ein bisschen Pech mit dem Wetter, da es meistens nebelig war.
    Nepal wird definitiv unterschätzt und ist echt eine Reise wert. Wir möchten auf jeden Fall nochmal hin 🙂

    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Hallo Jenny, wir waren auch wirklich angetan vom Land! Für uns stand eigentlich die Wanderung im Vordergrund und vor Ort haben wir noch so viel mehr lieben gelernt 🙂 Da müsst ihr auf jeden Fall noch mal hin.. und dann vielleicht eher Oktober/ November, da solltet ihr bessere Sicht haben.
      Liebe Grüße aus Mexiko,
      Franzi & Matthias

  2. Hey,
    ihr habt uns mit eurem Nicaragua-Bericht viel Freude gemacht. Kompliment für das sehr nette Video, wohltuend die Art wie ihr es produziert habt.
    Wir planen eine Reise dort hin, stellen aber gerade fest, dass mir die Impfungen fehlen. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich derzeit keinerlei Impfschutz. Ist Nicaragua besonders kritisch/anspruchsvoll für Impfungen oder „normal“? Wisst ihr dazu etwas?
    Herzliche Grüße
    Rolf

    1. Hallo Rolf,

      vielen Dank für dein Kompliment. Nicaragua ist eines der Länder, das uns am meisten fasziniert hat auf unserer Reise. Da wir zu Beginn unserer Reise noch gar nicht wussten, dass wir irgendwann in Nicaragua landen würden, hatten wir auch keinen speziellen Impfschutz. Wir haben im Beitrag zu den Impfungen vor der Reise beschrieben, welche „Standardimpfungen“ wir uns vorher geben lassen haben. Das war in unserem Fall ausreichend. Auf der Seite des auswärtigen Amtes kannst du auch noch einmal nachschauen, ob aktuelle spezielle Impfungen für Nicaragua empfohlen werden.

      Viel Spaß bei der weiteren Planung und dann hoffentlich ganz bald in Nicaragua!
      Liebe Grüße,
      Franzi & Matthias

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