Maya-Ruinen, Cenoten und Traumstrand in Tulum

Wir sind wieder unterwegs! 🙂 Nach 5 Wochen in Deutschland geht es in Mexiko endlich weiter mit unserer Weltreise. Dieses Mal starteten wir vom Flughafen Köln/Bonn, weil wir von dort (dank Handgepäck) einen Direktflug mit Eurowings für 330€ pro Person bekommen hatten. Dafür gab es unterwegs zwar kein Essen, aber das hatten wir uns einfach mitgebracht. Hast du schon mal geschmierte Brote mit ins Flugzeug genommen? Wir auf jeden Fall nicht! Aber sie haben gut geschmeckt und uns zusätzliche Kosten gespart. Auch für die Unterhaltung muss man bezahlen. Da hatten wir einfach Glück, dass die Filme bei Matthias frei geschaltet waren und wir uns so den Flug damit vertreiben konnten. Die Saufpöbeltruppe hinter uns sorgte sonst auch für viel Unterhaltung und gab uns schon mal einen Vorgeschmack darauf, weshalb Pauschaltouristen nach Cancún fliegen.

Von Cancún selbst haben wir eigentlich nur den Flughafen, den Busbahnhof und das schöne Zimmer von Gerardo gesehen, das wir über AirBnB vorher gebucht hatten. Wir sind nach einer Nacht nämlich direkt weitergefahren. Alles, was wir vorher über die Stadt am Karibischen Meer gelesen hatten, hörte sich nach Ballermann in Mexiko an. Darauf konnten wir gut verzichten.

Deswegen stiegen wir an unserem zweiten Tag in Mexiko in einen Bus, der uns nach Tulum brachte. Für 83 Pesos pro Person (4€) wurden wir im bequemsten Bus der bisherigen Weltreise in das kleine Städtchen Tulum gefahren, das uns mit Sonnenschein und Palmen an der Straße begrüßte. Wir bezogen unser Doppelzimmer im schönen Hostel Pueblo Magico und dann zog es uns auch schon zu Strand und Meer.

Der Strand in Tulum – einer der schönsten überhaupt!

Das Städtchen Tulum liegt ca. 3 Kilometer landeinwärts und damit nicht direkt am Strand. Wir entschieden uns am ersten Tag, zum Strand zu spazieren und liefen den Fußgänger-/Fahrradweg entlang der Straße. Und der zog sich 😉 Als wir dann an der Kreuzung auch noch falsch abbogen, wurde der Spaziergang noch mal länger. Hätten wir das geahnt, hätten wir vielleicht über andere Schuhe nachgedacht. So liefen wir die ca. 6 Kilometer in FlipFlops, wofür Matthias in Form von fetten Blasen bestraft wurde. Einmal angekommen am öffentlichen Strand Playa Paraiso waren die Fußprobleme aber schnell vergessen. Wir sind uns sicher, dass das einer der schönsten Strände ist, die wir bisher gesehen haben!

Mexiko Tulum Felsen und Strand

Der weiße, weiche Sand, das jadefarbene Wasser, die Wellen, die Palmen hinter uns und an den Seiten die Felsen.. Wahnsinn!!! Wir konnten uns gar nicht satt sehen an dieser Postkartenlandschaft.

Mexiko Tulum Playa Paraíso

Am zweiten Tag lernten wir aus unseren Fehlern und mieteten uns Räder, so witzige Beachcruiser. Mit denen waren wir innerhalb von 15 Minuten am Strand. So schnell konnte das also auch gehen 😉 Es hatte die ganze Nacht und den Morgen geregnet und wir hatten gar nicht mehr damit gerechnet, noch im Sonnenschein am Strand zu sitzen. Umso schöner!

Mexiko Tulum Palmen und Meer

Ein großer Teil der Küste ist mit Hotelanlagen gesäumt, die unser Budget pulverisiert hätten und den Zugang zum Strand versperren. Vom Strand aus sieht man diese Anlagen fast gar nicht, da die Hotels sich mit ihren Strohdächern schön in das Gesamtbild einfügen und es nicht zerstören. Der öffentliche Strand ist dennoch lang genug für alle und soll laut eines Hotelangestellten auch der schönste sein 😉

Die Mayaruinen von Tulum

An unserem dritten Tag in Tulum standen wir früh auf (war dank Jetlag gar kein Problem) um uns die Mayaruinen anzusehen. Es wird angeraten, das entweder morgens oder am späten Nachmittag zu machen um den Touristenmassen etwas zu entkommen. Also rauf auf die Räder und los zu den etwas außerhalb des Ortes gelegenen Ruinen. Wir kamen als erste am Ticketoffice an und kauften unsere Tickets für 70 Pesos pro Person. Das sind umgerechnet 3€ und erschien uns nach den höheren Preisen für Sehenswürdigkeiten in Indien wie ein Schnäppchen!

Mexiko Tulum Maya Ruinen

So konnten wir als eine der ersten, ganz ohne die Touristenmassen, die tagsüber die Ruinen stürmen, die Vermächtnisse der Maya bestaunen. Und die haben uns echt umgehauen! Die Steintempel inmitten der tropischen Vegetation, der blaue Himmel mit strahlender Sonne und im Hintergrund das Meeresrauschen mit Blick auf die karibische Küste. Es ist schwer zu beschreiben und auch die Bilder können kaum abbilden, welche Schönheit uns da geboten wurde.

Mexiko Tulum Maya Ruine am Meer

Geschichtlicher Hintergrund zu den Maya

Schon vor dem Besuch der Ruinen hatten wir uns ein wenig belesen, um das Gesehene auch geschichtlich einordnen zu können. Für dich gibt es hier eine kurze Zusammenfassung. Unser Blog soll ja auch ein wenig bilden 😉 Die Maya sind ein indigenes Volk, das bis ca. 1450 im Süden Mexikos, im heutigen Guatemala und Honduras lebte. Deren Blütezeit wird für den Zeitraum zwischen 250 bis 900 n. C. geschätzt, wobei sie schon mehrere Jahrtausende v. C. diese Räume besiedelten. Bekannt sind sie vor allem für ihre Mathematik, ihren Kalender, ihr Kunsthandwerk und ihre Schrift. Denn sie waren damals das einzige amerikanische Volk, das eine eigene Schrift entwickelt hatte und galten damit als Hochkultur.

Mexiko Tulum Maya Ruine Tempel

Die Mayaruinen von Tulum sind von ihrer Größe nicht so bedeutend wie Chichén Itzá oder andere in Mexikos Süden. Sie sind aber die einzigen Ruinen, die direkt am Meer liegen und damit schwer zu schlagen in ihrer Schönheit. Tulum wurde erst ziemlich spät besiedelt und war ein Handelsknotenpunkt. Die damalige Stadt ist umgrenzt von drei Stadtmauern zu Land und eben dem Meer. Der Templo de las Pinturas soll das letzte Gebäude sein, das vor der Eroberung durch die Spanier errichtet worden ist.

Mexiko Tulum Maya Ruinen Paarfoto

Wir waren auf jeden Fall tief beeindruckt von dieser archäologischen Fundstätte und freuen uns schon darauf, während unserer Reise durch Mexiko noch mehr Ruinen zu sehen und über die Maya zu lernen.

Gran Cenote bei Tulum

Was tun, wenn es zu windig und bewölkt ist für Rumliegen am Strand? Wir besorgten uns eine gute Schnorchelausrüstung und sattelten unsere Fahrräder um zur größten Cenote in der Nähe von Tulum zu fahren. Was eine Cenote ist, fragst du dich? Das ist ein Kalksteinloch, das dadurch entstanden ist, dass die Höhlendecke eingestürzt ist. Das Loch ist mit Süßwasser gefüllt und in ihm leben viele Fischarten und Schildkröten.

Mexiko Tulum Gran Cenote

In Quintana Roo (das ist der mexikanische Bundesstaat, in dem wir uns gerade befinden) gibt es über 1000 Cenoten und viele davon kann man schnorchelnd oder tauchend erkunden. Wir konnten unter Wasser Kalksteinsäulen betrachten, mit Fischschwärmen schwimmen und kleine Schildkröten beobachten. Außerdem hingen von den Höhlen Fledermäuse herunter während wir im klaren Wasser plantschten. Trotz des hohen Eintrittspreises (150 Pesos p.P., ca. 7€) würden wir den Besuch dieser Cenote empfehlen. Es wird empfohlen, schon zur Öffnungszeit (8 Uhr) da zu sein, um dem Ansturm der Touris zu entkommen. Wir waren an einem Samstagnachmittag da und fanden es vollkommen okay.

Mexiko Tulum Gran Cenote Schnorcheln

An unserem letzten Tag in Tulum haben wir außerdem noch einen Ausflug nach Akumal gemacht, um dort mit Schildkröten zu schwimmen.

Kostproben mexikanischen Essens

In den ersten Tagen haben wir immer wieder verschiedene mexikanische Köstlichkeiten ausprobiert und wollen euch hier schon einmal einen kurzen kulinarischen Einblick geben. Ganz hoch im Kurs standen Quesadillas – mal gefüllt mit Hähnchen (Pollo) und mal mit Shrimps (Camarones), beide Varianten waren sehr gut! Dazu gab es beide Male eine leckere Guacamole zum Dippen.. hmmmmm!

Mexiko Tulum Quesadillas

Matthias hat eher Burrito oder Taco, gefüllt mit Reis, Bohnen und entweder Hähnchen oder Rind (Res) ausprobiert und es für gut befunden.

Mexiko Tulum Burrito

Das beste Essen in Tulum hatten wir allerdings bei einem Belgier, der das Le Petit Paris betreibt und super leckere Brote, belegt mit den tollsten Dingen, anbietet. Hier waren wir zwei Mal essen und haben einmal das Brot mit Guacamole und Shrimps gegessen (zum Reinlegen, so lecker ist das!) und beim zweiten Mal auch die Variante mit Mozzarella und Serranoschinken probiert. Da haben wir vor lauter Freude nur vergessen, ein Foto zu machen 😉

Mexiko Tulum Brot Avocado

Wir haben uns in Tulum sehr wohl gefühlt und sind richtig gut in Mexiko angekommen. Wir haben in den Tagen einiges unternommen, aber zwischendurch auch immer wieder entspannt am Strand gelegen oder in einem kleinen Restaurant einen Cocktail geschlürft. Die Karibikküste hat uns verzaubert und auch etwas Farbe in unsere blassen Gesichter gezaubert. Von den Mayaruinen waren wir total angetan – so kann es gerne weitergehen 🙂

Hast du Lust, all das mit uns zu erkunden?

Und du?

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