Japan: Reisetipps und wichtige Informationen

Japan ist eines unserer Lieblingsreiseziele geworden und wird uns irgendwann definitiv noch einmal begrüßen! Das Land ist so einfach zu bereisen und hat uns mit seiner Natur und Kultur einfach nur begeistert. Was du vor deiner Reise nach Japan wissen musst, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Beste Reisezeit für Japan

Generell kannst du eigentlich zu jeder Jahreszeit nach Japan reisen und wirst überall einen tollen Flecken Erde vorfinden, der dich vom Hocker haut. Besonders beliebt ist die Kirschblütenzeit Ende März und April. Dementsprechend viele Besucher sind dann natürlich auch unterwegs und die Preise für Übernachtungen steigen noch mal an. Wir waren im Oktober in Japan und hatten meistens super Wetter um die 20° Celsius. Die Zeit zwischen September und November gilt als zweite Hauptreisezeit, weil du an vielen Orten noch sommerlich-warme Temperaturen hast. Zudem verfärben sich die Bäume im Herbst und geben den sowieso schon schönen Parks einen noch bunteren Anblick.

Kyoto Tenryu Garten

Einreise nach Japan

Als Deutscher mit noch mindestens sechs Monate gültigem Reisepass kannst du visumfrei in Japan einreisen. Die Reisezeit ist zunächst auf 90 Tage begrenzt, kann aber im Immigration Office vor Ort um weitere 90 Tage verlängert werden. Wir hatten bei Einreise auch unser Weiterreiseticket dabei, mussten es aber nicht vorzeigen. In Japan besteht für Ausländer Passpflicht. Du musst also deinen Pass immer bei dir haben. Wir hatten das ehrlich gesagt schon wieder vergessen und ihn oft nicht dabei. Bei einer Kontrolle kann es aber wohl zu heftigen Strafen kommen, also pack ihn lieber ein.

Unser Tagesbudget in Japan

In Japan wird mit dem Yen (¥) bezahlt und wir bekamen im Oktober 2017 für einen €uro durchschnittlich 130 Yen. Um uns die Automatengebühr zu sparen, haben wir Bargeld immer im 7 Eleven abgehoben. Du kannst aber auch überall problemlos mit Kreditkarte zahlen.

Japan Kosten

Während unserer 22 Tage in Japan haben wir zusammen 3067€ ausgegeben, was einem Tagesbudget von knapp 70€ pro Person entspricht. Damit ist Japan mit Abstand das teuerste Land auf unserer Weltreise. Über zwei Drittel unseres Budgets haben wir für Unterkünfte und Essen ausgegeben. Dafür sind die Kosten für Unternehmungen mit 174€ eher gering, weil du in den Großstädten und in der Natur viele Erlebnisse kostenlos haben kannst.

Verkehr und Transportmittel in Japan

Der Transport innerhalb Japans hat uns vom ersten Tag an begeistert! Egal ob Metro, Bus, Shinkansen oder Taxi – in Japan ist alles super organisiert. Alles läuft effizient, lautlos und wie am Schnürchen. So einfach kannst du kaum ein anderes Land bereisen.

Japan Transport

Zug fahren

Japan Collage Zugfahren

Häufig wird Japan-Reisenden vorher pauschal der Japan Railpass empfohlen, mit dem du in einem begrenzten Zeitraum die Züge auf vielen Strecken unbegrenzt nutzen kannst. Wir haben dir im Artikel erläutert, warum der Japan Railpass sich nicht immer lohnt! Aber egal, mit welchem Ticket du fährst: die Effizienz des japanischen Zugsystems hat uns wirklich verblüfft. Wir sind sowohl mit dem Hochgeschwindigkeitszug (Shinkansen) als auch mit kleineren und langsameren Zügen gefahren. Und jeder Zug (jeder!) war immer auf die Minute pünktlich! Jeder! Selbst Umsteigezeiten von ein oder zwei Minuten sind da absolut entspannt machbar.

Bus fahren

Japan Busfahren

Da die meisten Reisenden mit dem Japan Railpass durchs Land fahren, werden die Busse oft gar nicht in Betracht gezogen. Dabei sind auch diese ein sehr bequemes Transportmittel, das zudem oft deutlich günstiger ist als der Zug. Wir sind drei Strecken mit dem Bus gefahren und waren immer fast alleine. Die Busse sind bequem, haben genügend Platz und Ansagen auf Englisch, damit du immer weißt, wo du bist.

Nahverkehr in den Städten

Alle größeren Städte in Japan verfügen über ein super ausgebautes Netz an Bahnen und Bussen, die dich zügig von A nach B transportieren. Wir haben uns in Tokio direkt die Suica Card gekauft, die du für viele verschiedene Großstädte nutzen kannst. Auf diese Karte lädst du an Automaten Geld auf und kannst dann bequem alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Das Schöne daran: kein Anstehen an Ticketautomaten, du musst vorm Einsteigen in die Bahn noch nicht genau wissen, wo du wieder aussteigst und sparst pro Fahrt auch noch Geld. Die Automaten zum Aufladen stehen an jedem Bahnhof. Wir können dir nur empfehlen, dir eine solche Karte zuzulegen.

Japan Transport Metro

Übernachten in Japan

Entgegen unserer sonstigen Reise haben wir unsere Übernachtungen in Japan schon alle vorher gebucht. Und selbst zwei bis drei Wochen vor Reiseantritt mussten wir echt sehen, dass wir noch etwas finden! Wir hatten vorher gelesen, dass die Japaner es nicht so gern haben wenn Gäste unangemeldet und sehr kurzfristig erscheinen. Um möglichst günstig zu wohnen, haben wir in Japan alles ausprobiert: Schlafsaal, Kapsel, Doppelzimmer im Hotel, Ryokan und auch AirBnB.

Tokio

Im Super Hotel Lohas Akasaka* haben wir für 11250 ¥ (87€) ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bekommen. Für Tokyo war das ein Schnäppchen! Die ca. 5m2 wurden perfekt ausgenutzt und das Zimmer war wirklich sehr sauber und schön. Dabei gab es viele kleine Annehmlichkeiten wie Schlappen, Rasierer, Zahnpasta und Duschzeug oder auch einen Föhn. Direkt neben dem Hotel liegt ein 7 Eleven und in zwei Gehminuten erreichst du viele Restaurants. Cooles Extra des Hotels: es hat einen eigenen Onsen, den man kostenlos nutzen kann. Wir fanden das Hotel wirklich klasse.

Fujikawaguchiko (Mount Fuji)

Mt Fuji Hostel

In der Nähe vom Mount Fuji, am Kawaguchiko See gelegen haben wir im K’s House Fuji View* übernachtet. Für unser Doppelbett im Schlafsaal mit insgesamt sechs Betten haben wir 5000¥ (39€) pro Nacht bezahlt. Obwohl das Hostel nicht direkt am See liegt, können wir es sehr empfehlen! Die Zimmer und Gemeinschaftsräume waren alle sehr gemütlich und sauber. Ein Highlight war die Küche! So toll ausgestattet, so sauber und mit viel Platz – hier haben wir wirklich gern gekocht. Das Hostel vermietet auch Fahrräder und die netten Mitarbeiter haben viele Tipps für Ausflüge in die Umgebung.

Kyoto

Weil wir in Kyoto einfach keine bezahlbaren Doppelzimmer gefunden haben, sind wir im Bird Hostel* gelandet. Hier zahlten wir für ein Bett im 8er Schlafsaal 3300¥ (26€) pro Person. Die Betten waren trotz eher dünner Matratzen bequem und jedes hatte eine kleine Lampe, USB-Ladestation und Vorhänge für etwas Privatsphäre. Die Duschkabinen waren wirklich klasse, sehr sauber und alle mit Duschgel, Shampoo und Conditioner ausgestattet. Im Preis inbegriffen war ein einfaches Frühstück, bestehend aus Toast, Müsli oder Reis mit Säften und Kaffee. Direkt neben dem Imperial Palace und nur einen Kilometer vom bunten Treiben rund um den Nishiki Markt entfernt, fanden wir die Lage wirklich klasse.

Kobe

Da wir in Kobe nur eine Nacht geblieben sind, haben wir uns hier erneut für eine günstige Alternative entschieden und im Yume Nomad Hostel übernachtet. Ein Bett im 8er Schlafsaal kostete uns 2100¥ (16€) und war damit die günstigste Übernachtung in ganz Japan. Das Hostel hatte eine Küche und einen schönen Aufenthaltsraum, den wir abends genutzt haben. Bad und Toilette waren einfach, die Lage zum Bahnhof gut (1,5km entfernt). Mehr als eine Nacht hätten wir aber nicht bleiben wollen.

Himeji

Im Comfort Hotel Himeji* zahlten wir 7100¥ (53€) für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. Das Frühstück war im Preis enthalten und bot neben der westlichen Alternative (Toast, Marmelade, Müsli) auch die japanische Variante mit Reis, Gemüse und Misosuppe an. Das Hotel liegt sehr praktisch zwischen Bahnhof und dem Himeji Castle, sodass beides in 10 Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Um die Ecke gibt es superviele Restaurants und einen größeren Supermarkt. Das Zimmer ist (wie alle in Japan) nicht besonders groß, das Bett war aber sehr bequem und damit waren wir zufrieden.

Kinosakionsen

Im traditionellen Kinosakionsen, das für seine Onsen berühmt ist, entschieden wir uns für eine traditionelle Unterkunft im Ryokan. Für das Zimmer und zwei Mahlzeiten zahlten wir im Sennen no Yu Gonzaemon 25000¥ (193€) pro Nacht. Darin enthalten waren ein opulentes Frühstück und Abendessen sowie der Eintritt zu den sechs öffentlichen Onsen in der Stadt. Tagsüber stand uns eine Hausdame zur Verfügung und auch das Sennen no Yo Gonzaemon selbst hat einen Onsen. Die traditionelle Kleidung für die Onsen (Yukata und Holzschlappen) wird vom Ryokan gestellt und ist für Frauen sogar in verschiedenen Designs wählbar. Eine sehr empfehlenswerte Unterkunft und eine richtig tolle Erfahrung.

Japan Ryokan

Osaka

Da die Preise für Doppelzimmer in Hotels in Osaka wieder sehr hoch waren, sahen wir uns bei AirBnB um und wurden bei Daisaku und Hiromi fündig. Für 46€ pro Nacht hatten wir ein kleines Apartment für uns, das wir in den regnerischen Tagen deutlich mehr bewohnten als uns lieb war 😉 Die Miniküche lädt nicht zu großen Kochaktionen ein, reichte uns aber für ein morgendliches Müsli und kleine Snacks. Das Apartment ist sehr funktional eingerichtet und liegt nur 20 Gehminuten von .. entfernt. Bei den sonstigen Übernachtungskosten ein echtes Schnäppchen.

Japanisches Essen

Wo sollen wir da nur anfangen?! Das japanische Essen ist so vielfältig und anders, dass wir das hier in Kurzform gar nicht richtig würdigen können. Deswegen haben wir zum Essen einen gesamten Beitrag verfasst, in dem wir dir unsere Highlights beschreiben. Denn die japanische Küche bietet so viel mehr als nur Sushi, ist super gesund und oft wunderschön angerichtet.

Japan Collage Essen

Reisetipps für Japan

Tokio

Japan Collage Tokio

Japans Megametropole überzeugte uns mit ihren interessanten Stadtvierteln, den genialen öffentlichen Verkehrsmitteln und einer guten Portion Entspannung. Fasziniert haben wir das nerdige Akhibara, das quirlige Shibuya und den riesigen Fischmarkt erkundet. Tokio weiß einfach zu begeistern!

Mount Fuji

Japan Collage Mount Fuji

In Fujikawaguchiko am Kawaguchiko See hatten wir vernebelte und wolkenverhangene Blicke auf Japans höchsten Berg. In der Gegend gibt es viele Ausflugsmöglichkeiten, sodass du entscheiden kannst: Tagesausflug von Tokio oder Natur pur. Wir erzählen dir von unserer Fahrradtour und der entspannten Zeit im Onsen.

Kyoto

Japan Collage Kyoto

In Japans früherer Hauptstadt warten unzählige Tempel darauf, von dir erkundet zu werden. Dazu gibt es den tollen Nishiki Markt, im nahe gelegenen Nara zahme Rehe und wunderschöne Parkanlagen.

Kobe

Japan Collage Kobe

Aus der Gegend rund um Kobe stammen die weltberühmten Rinder, die angeblich sogar tägliche Streicheleinheiten bekommen sollen. Wir waren vor Ort und haben die Spezialität probiert.

Himeji

Japan Collage Himeji

Eine wunderschöne Burg türmt über der Stadt Himeji und ist nach jahrelanger aufwändiger Restauration ein echter Blickfang. Bei einem ausgedehnten Spaziergang um und vor allem in der Burg, kannst du dich in das Leben der Samurai zurückversetzen lassen.

Kinosakionsen

Bekannt für seine Quelle und die Onsen liegt diese kleine Stadt idyllisch an einem Fluss. Wir haben die Kultur des Onsens gelernt und mit einem Aufenthalt in einem traditionellen japanischen Hotel – dem Ryokan – verbunden. Einmalig!

Japan Collage Kinosakionsen

Osaka

Die Geburtsstadt des Running Sushi bietet neben diversen Restaurants und Bars eine tolle Burg, verrückte Rolltreppen und viel Shoppingmöglichkeiten.

Nützliche Tipps für deine Japanreise

  • Buche rechtzeitig deine Unterkünfte! Die Preise werden in der Regel nicht günstiger und wir hatten zwei bis drei Wochen vorher schon Schwierigkeiten, überall noch etwas zu bekommen. Zudem stehen die Japaner nicht darauf, dass man spontan im Hotel aufkreuzt und nach Zimmern fragt.
  • In Japan benötigst du für deine elektronischen Geräte einen Adapter. Wir können unseren SKROSS-Adapter absolut empfehlen!
  • In Japan herrscht Linksverkehr. Das ist nicht nur für die Auto- und Fahrradfahrer relevant. Auch als Fußgänger solltest du dich eher links halten, sonst bringst du die japanische Ordnung gehörig durcheinander.
  • Oft bekommst du zu deinem Essen die Rechnung direkt dazu geliefert, die du dann an der Kasse bezahlst. Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar dazu führen, dass es dir noch hinterhergebracht wird.

Das fanden wir besonders toll

Die Toiletten. Beheizt. Mit Musik. Mit Massagefunktion. Müssen wir noch mehr sagen? Da wird eine so banale Sache wie der Toilettengang zum Ganzkörpererlebnis 😉

Onsen. Die Badekultur der Japaner mit den schönen Bädern hat uns richtig gut gefallen. Wir haben die verschiedensten Onsen ausprobiert und hier ordentlich entspannt. Was dem Finnen die Sauna ist, ist dem Japaner der Onsen.

Das werden wir nicht vermissen

Nase hochziehen. Für die Japaner etwas ganz Normales und vor allem Höfliches, da Nase schnauben die Keime ja nach außen trägt. Für uns schwer zu ertragen. Vor allem auf einer Bus- oder Zugfahrt, auf der jemand das alle zwei bis drei Minuten macht.

Fermentiertes Essen. So sehr wir auf ganz viele Essensvarianten der Japaner abgefahren sind – das fermentierte Essen hat uns nicht so richtig überzeugen können. Der Geschmack war immer ähnlich und unserer Meinung nach nie richtig gut. Da gab es einfach so viele andere Sachen, die besser waren.

Reiseplanung Japan: Unsere Tipps

Reiseführer Japan

Wenn wir unsere Reise in das nächste Weltreiseland planen, ist der Lonely Planet* immer unsere erste Anlaufstelle. Da wir in mehr als 15 Länder reisen und nur unser Handgepäck dabeihaben, können wir nicht die Buchversion mitschleppen. Deswegen empfehlen wir, den Kindle Paperwhite* in Kombination mit eBooks. Genial!

Hilfreiche Blogs für deine Reiseplanung in Japan

  • Jenny und Basti von 22places haben die Highlights ihrer Japan-Reise super übersichtlich dokumentiert und viele praktische Tipps.
  • Auf dem Blog Wanderweib berichtet Tessa von ihren Insidertipps für Japan, denn sie lebt schon viele Jahre im Land. Hier haben wir gerade während der Vorbereitung immer wieder vorbeigeschaut.
  • So richtig auf den Geschmack gebracht haben uns unsere Weltreisefreunde Kathrin und Julian. Von den beiden haben wir viele wertvolle Japan-Tipps erhalten, die sie auch auf ihrem Blog Flitterjahr um die Welt festhalten.

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