Indien: Reisetipps und wichtige Informationen

Als wir uns entschieden, nach Indien zu reisen, hatten wir gemischte Gefühle. So viel hatten wir vorher über die Abzocke der Inder, von den katastrophalen hygienischen Bedingungen und den scheinbar unvermeidlichen Magenproblemen gelesen und gehört. Umso glücklicher sind wir, dass wir uns selbst einen Eindruck machen konnten. Ja, Indien hält Herausforderungen für jeden bereit und kann einen auch mal an seine Grenzen bringen. Wir haben nach 30 Tagen resümiert: Indien war viel besser als erwartet! Es hat richtig viel zu bieten und die oben beschriebenen Katastrophen lassen sich gut umgehen. Wir können uns vorstellen (und wollen gerne) wieder nach Indien reisen, weil es noch so viel mehr in diesem Land zu entdecken gibt 🙂

Beste Reisezeit für eine Reise nach Indien

Ganz allgemein wird in Indien die Zeit von Dezember bis März als Hauptsaison gesehen. Das Wetter ist oft angenehm – wir hatten in Rajhastan um die 25 Grad, im Süden sind die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit etwas höher. Zum Jahresende hin wird es in den höher gelegenen Regionen dafür ziemlich kühl. Ab April steigen die Temperaturen beständig an und die Luftfeuchtigkeit wird deutlich höher. Dafür fallen die Preise in den Unterkünften. Zudem kommt im Sommer und Herbst häufig Monsunregen hinzu, der sich gerne an der Südostküste abregnet. Nordindien lässt sich am besten zwischen Juli und September bereisen.

Einreise nach Indien – Visumregelungen und Einreise über Land

Um als Deutscher nach Indien reisen zu können, benötigt man ein Visum. Wir haben unser Visum bereits vor unserer Reise in Deutschland beantragt und in der indischen Botschaft in Hamburg ausgestellt bekommen. Dazu mussten wir uns zunächst über eine Website registrieren und viele, viele Fragen beantworten (diese PDF ist sehr hilfreich zum Ausfüllen des Formulars). Dieses ausgefüllte Formular ist Voraussetzung für die Beantragung des Visums, vorher braucht man gar nicht zur Botschaft gehen! Darauf gehört dann noch ein Passfoto, das allerdings andere Maße als unsere biometrischen verlangt. Zusammen mit dem ausgedruckten Formular, dem Passfoto und unserem Reisepass sind wir zur indischen Botschaft gegangen, haben dort 60€ gelassen und konnten schon nach wenigen Tagen unser Multi-Entry-Visum über 6 Monate abholen. Wichtig dabei: Das Visum gilt sofort ab Ausstellungsdatum! Du solltest es also nicht zu lange vor der geplanten Reise beantragen.

Wohnst du nicht in der Nähe einer indischen Botschaft, kannst du dein Formular und Foto inklusive Reisepass auch per Post schicken und dir im frankierten Rückumschlag wieder zuschicken lassen. Die Prozedur dauert dann eventuell etwas länger.

Aber auch Kurzentschlossene können nach Indien einreisen. Es gibt die Möglichkeit, ein E-Visum zu beantragen und damit 30 Tage durch Indien zu reisen. Die Kosten dafür liegen bei ca. 50€. Das Visum kann bis zu 4 Tage vorher online beantragt werden und wird dann bei Einreise ausgestellt. Wichtig ist, dass du nur einmal einreisen kannst und das Visum ab dem Einreisedatum gültig ist. Das genaue Vorgehen wird auf der Website der indischen Regierung erklärt.

Unser Tagesbudget in Indien

In Indien wird mit der indischen Rupie bezahlt und zur Zeit unserer Reise (November 2016) bekamen wir für einen €uro 70 Rupie. In der Regel kann man vor Ort problemlos Bargeld an den vielen Geldautomaten abheben, denn fast überall wird mit Bargeld bezahlt. Während unseres Aufenthaltes in Indien gab es allerdings eine Finanzkrise, sodass wir große Schwierigkeiten hatten an Bargeld zu kommen. Seit Ende 2016 gibt es keine 1000 Rupiescheine mehr, stattdessen wurden neue 2000er Banknoten eingeführt und außerdem die alten 500er Noten durch neue ersetzt. Zusätzlich gibt es Scheine im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 Rupie. Münzen gibt es im Wert von 1,2 und 5 Rupie.

Wir haben in den 30 Tagen in Indien gemeinsam 1487€ ausgegeben, was einem Tagesbudget von 24,78€ pro Person entspricht. Damit lagen wir auch genau im angepeilten Budget von 25€ pro Tag. Wofür wir das Geld ausgegeben haben, kannst du in unserer Grafik nachvollziehen.

Indien Reisetipps Kosten

Du kannst Indien durchaus noch günstiger bereisen, indem du günstigere Unterkünfte nutzt und in Schlafsälen übernachtest. Uns war die Sauberkeit im Zimmer wichtig und unsere Privatsphäre auch 😉 Auch beim Essen könntest du sparen, da es in den kleinen Restaurants an der Straße Hauptgerichte oft für weniger als 2€ gibt. Wir haben das unseren Mägen zuliebe lange vermieden.

Verkehrsmittel/ Transport vor Ort – so kann man sich in Indien fortbewegen

Wir empfanden das Reisen vor Ort meistens als unkompliziert und sicher. Auf unserer Route haben wir die verschiedensten Transportmittel verwendet, die uns immer sicher ans Ziel gebracht haben. Im Überblick kannst du sehen, was wir wie häufig genutzt haben.

Indien Reisetipps Transport Übersicht

Zug

Indien Reisetipps Zugfahren

Zugfahren in Indien ist eine Sache für sich! Immer wieder liest man, dass es zu einer Indienreise dazugehört und so wollten auch wir uns den Spaß nicht nehmen lassen. Wir fanden das Reisen im Zug sehr entspannt und haben die wichtigsten Informationen zum Zugfahren in Indien für dich in einem extra Beitrag zusammengefasst.

Bus

Trotzdem wir auch übers Busfahren vor unserer Indienreise viel Negatives gehört hatten, haben wir die lokalen Busse immer wieder genutzt und für uns das Fazit gezogen: das ging super! Wir sind in der Regel mit den staatlichen Bussen gefahren (erkenntlich am Zeichen vorne am Bus) und haben einmal – etwas unfreiwillig – eine Nachtfahrt im Bus gehabt, die aber auch erstaunlich gut ging. Im Gegensatz zu Nepal kamen uns die Busse nicht so voll gestopft und viel bequemer vor. Die Preise waren fest und sehr, sehr günstig.

Rikscha/ Tuktuk

Es gibt eigentlich immer und überall ein motorisiertes Gefährt mit Inder, der einen mit „Hello my friend“ begrüßt und liebend gerne irgendwo hinfahren würde. Die Mopeds sind mit einem Aufbau gepimpt, auf dem zwei Personen gut Platz nehmen können. Wir haben uns da aber auch zu dritt oder zu viert reingequetscht. Am wichtigsten ist bei den Fahrten mit dem Tuktuk: vorher den Preis verhandeln! Sonst stehst du an deinem Ziel und auf einmal verlangt der vorher so nette Fahrer horrende Preise. Die Fahrten selbst fanden wir immer spannend, weil es im indischen Verkehr immer etwas zu sehen gibt und die Tuktukfahrer überall winzige Lücken finden, durch die sie sich durch drängen um möglichst schnell an ihr Ziel zu kommen. Sicher fühlten wir uns trotzdem auf den Fahrten.

Indien Reisetipps Rikscha

Unsere Lieblingstuktuks waren übrigens die elektrischen. Die waren so schön leise und erzeugten keine Abgase. Oft hielten wir uns ein Tuch oder unser Shirt vor den Mund wenn wir in großen Städten mit den Rikschas fuhren, weil der Smog einem das Atmen erschwerte. Umso schöner, in einem Gefährt zu sitzen, das die Luft nicht weiter verpestet!

Flugzeug

Wir hatten in Indien einen Inlandsflug von Delhi nach Kochi, den wir vor Ort übers Internet gebucht hatten. Der Flug kostete uns pro Person ca. 75€ und beinhaltete sogar Essen. Was uns negativ überrascht hat: den Flughafen in Delhi darf man frühestens vier Stunden vor Abflug betreten. Wir waren deutlich früher dran und mussten in einer kleinen Wartehalle warten. Aufgrund des Smog hatte unser Flieger schließlich weitere zwei Stunden Verspätung, auch das ist in Delhi wohl öfter der Fall.

Übernachten in Indien

Wir haben unsere Übernachtungen in Indien in der Regel ein bis zwei Tage vorher online gebucht. Dafür haben wir booking.com* benutzt, die online gute Deals anbieten und häufig günstiger sind als wenn man vor Ort im Hotel oder Guesthouse bucht. Für unsere Unterkünfte haben wir im Schnitt zu zweit 10€ bezahlt und hatten dafür saubere Doppelzimmer. In größeren Schlafsälen kannst du sicherlich noch mal die Hälfte sparen.

Lakhnau

Nach einer sehr bescheidenen Nacht in einem völlig überteuerten und dreckigen Hotelzimmer siedelten wir um ins Lucknow Homestay. Obwohl wir ohne Voranmeldung aufkreuzten, wurde ein Zimmer für uns organisiert. Die Gastgeber sind richtig nett und haben viele gute Tipps auf Lager. Die Zimmer sind sehr geräumig, teilweise mit eigenem Bad, teilweise mit geteiltem Bad. Im Preis (1000 Rupie, 14€) ist ein Frühstück enthalten. Das Homestay ist etwas außerhalb der Stadt gelegen.

Agra

Indien Reisetipps Hostel Agra

In Agra blieben wir für vier Nächte im Zostel* und haben uns dort rundum wohl gefühlt! Für unser Doppelzimmer haben wir 1000 Rupie (14€) bezahlt. Es gibt tolle Gemeinschaftsräume, gutes WiFi und die Angestellten waren echt nett. Wir haben nette Reisende kennengelernt und auch oft dort gegessen. Sehr empfehlenswert!

Bharatpur

Hier haben wir zwei Nächte in der Sanctuary Tourist Lodge verbracht und waren zu dem Zeitpunkt die einzigen Gäste. Wir hatten ein großes Doppelzimmer mit sehr sauberem Bad. Unser Gastgeber hat sich toll um uns gekümmert, uns bei der Weiterreise geholfen und uns Ferngläser für den Keoladeo Vogelpark geliehen. Super Zimmer für den Preis von 750 Rupie (10€).

Jaipur

Zwei Reisende hatten uns das Hathroi Guesthouse* in Jaipur empfohlen. Das Beste war definitiv die tolle Dachterrasse mit gemütlichen Chillecken. Unser Zimmer war stickig, hatte kein Fenster und das Bett war eher unbequem. Für den Preis von 980 Rupie (13€) war es noch okay, gehörte aber eher zu den ungemütlicheren.

Jaisalmer

Dank der tollen Bewertungen bei Booking.com sind wir im Hotel Fotyia* gelandet. Für nur 450 Rupie pro Nacht (6€) hatten wir ein großes Doppelzimmer mit sauberem Bad. Von der Dachterrasse hatten wir einen grandiosen Blick auf die Festung und haben dort auch günstiges Essen bekommen. Der Gastgeber war unendlich bemüht um uns, ein richtig sympathischer Kerl! Wir wurden bei unserer Ankunft von der Bushaltestelle abgeholt und weil unser Zug so früh fuhr und kein Tuktuk in der Nähe war, wurden wir auch noch zum Zug gebracht.

Jodhpur

In Jodhpur hatten wir die beste Unterkunft in Rajhastan! Im Namaste Café* kamen wir in einem der 5 Gästezimmer unter, die extrem groß sind! Die ersten zwei Nächte verbrachten wir im Zimmer ohne Klimaanlage, die zweiten im Zimmer mit (das andere war ausgebucht). Das Bad war super sauber, hatte eine tolle Dusche und das WiFi war auch das Beste bisher. Für 900 Rupie (12,50€) fanden wir das richtig klasse und zum Frühstück können wir das Müsli mit Obstsalat empfehlen 😉

Kochi

Im CL Dreams Homestay* in Kochi sind wir in einem gemütlichen Doppelzimmer bei einer netten indischen Familie gelandet. Zimmer und Bad waren sauber und toll hergerichtet! Für günstige 150 Rupie bekamen wir morgens ein Frühstück aufgetischt, das sich sehen lassen konnte! Unbedingt auch das typische Kerala-Frühstück probieren! Unser Gastgeber organisierte Tickets für eine Kathakali-Tanzaufführung für uns und wir konnten von ihm günstig Räder leihen (100 Rupie pro Tag, 1,40€!), mit denen wir Kochi erkundeten. Für unser Zimmer zahlten wir 1000 Rupie (14€).

Alleppey

Nur 50 Meter vom Strand entfernt liegt das Sea Breeze Beach Homestay*, in dem wir drei Nächte verbrachten. Ein einfaches Frühstück (für nur 100 Rupie) wurde morgens auf der Dachterrasse serviert, von der man den Meerblick genießen konnte. Das Zimmer war sauber, ausreichend groß und für den Preis von 850 Rupie (12€) echt klasse.

Indisches Essen

Hier stand uns eine sehr große Herausforderung bevor: Franzi mag Curry nicht so gern und verträgt scharfes Essen nicht. Genau, ist in Indien eher schwierig damit! Franzi ist nicht verhungert, hat neue Dinge probiert und vor allem: es gab keine größeren Magen-Darm-Probleme. In Indien! Bedanken können wir uns vermutlich bei den probiotischen Kapseln, die wir täglich eingenommen haben, um unseren Darm zu schützen. Und Nepal war wahrscheinlich auch eine gute Vorbereitung was die Hygiene angeht.

Streetfood in Indien

Wir haben uns beim Essen in Indien immer an die Grundregel gehalten: Nichts Rohes oder Ungeschältes essen, kein Leitungswasser trinken. Bei Shakes, Getränken mit Eiswürfeln oder Ähnlichem haben wir immer nachgefragt, ob Leitungswasser verwendet wurde und so sind wir ganz gut durchgekommen. Letztlich haben wir immer öfter auch Essen von Straßenständen gegessen und dann darauf geachtet, dass es Stände waren, die gut besucht sind. An den Straßenständen gibt es hauptsächlich frittiertes Essen. Unser Favorit waren definitiv die Samosas, gefüllte Teigdreiecke, die es fast überall zu kaufen gab.

Indien Reisetipps Essen Streetfood

Außerdem probierten wir Kofta, Kachauri und Pakora. Vieles davon war gut gewürzt und hatte eine ordentliche Schärfe, die Verkäufer waren aber gern bereit, einem weiterzuhelfen und weniger scharfe Leckereien zu verkaufen. Wobei weniger scharf auch Auslegungssache ist 😉 Wer noch mehr Streetfood sehen möchte, kann in unserem Video aus Jodhpur oder Jaisalmer einiges finden. Mindestens genauso spannend wie die Streetfoodstände fanden wir die Gewürze. In riesigen Strohsäcken wurden Chilis gelagert und noch so viele mehr. Die Gerüche waren der Wahnsinn!

Indien Reisetipps Essen Gewürze

Indische Currys

Zudem ist Indien natürlich berühmt für seine vielen Currygerichte. Die Vielfalt ist groß, der Geschmack immer ein bisschen anders und wir haben so einige probiert. Das beste Curry hatten wir in Kochi in Marys Kitchen. Das Mango Garnelen Curry war so lecker, dass wir am nächsten Tag wieder hingegangen sind und es noch einmal gegessen haben.

Insgesamt haben wir in Indien nur sehr wenig Fleisch gegessen. Das liegt daran, dass die Inder aufgrund ihrer Religion keine Kühe essen und oft auch kein Schwein. Und die Hühnchen, die im Essen landen, sind nicht wie bei uns schön filetiert und befreit von Knochen. Da kommt alles mit rein, was an dem Tier dran ist. Daher haben wir uns oft für die vegetarische Variante entschieden, die auch immer lecker war!

Frühstücken in Indien

Indien Reisetipps Essen Frühstück

Am schwierigsten finden wir in anderen Ländern oft das Frühstück. An unsere deutschen Brötchen oder ein leckeres Müsli kommt so schnell einfach nichts ran. Entweder haben wir uns mit Pancake geholfen oder auch in Indien ein leckeres Müsli bekommen. Das ist allerdings die Touristenvariante. In Kerala haben wir uns auch mal an ein traditionelles Frühstück gewagt und haben Appam (Reiskuchen) mit Ei-Masala-Curry bekommen. Als es am nächsten Tag Reispfannkuchen, gefüllt mit Kokos und Zucker gab, waren wir schließlich überzeugt, dass Indien auch zum Frühstück tolle Möglichkeiten bietet.

Und zum deutschen Brot haben die Inder tatsächlich viele, leckere Alternativen. Wir haben warmes Kulcha gegessen, eine Art Blätterteigbrot, das ein bisschen süßlich schmeckte. Zu den Currygerichten gibt es oft Chapati oder Naan dazu. Naan wird auch gerne mal mit Käse oder Knoblauch serviert und schmeckt immer!

Die indischen Kasten

Zur indischen Gesellschaft mit ihren Kasten kann man ganze Bücher schreiben und wir haben sicherlich nur einen Bruchteil an Wissen darüber erworben. Unser Wissen stammt hauptsächlich von einem jungen Inder, der herrlich selbstironisch über die indische Gesellschaft erzählt hat und uns einen Einblick in das für uns verwirrende Kastensystem gegeben hat.

Eigentlich ist das indische Kastensystem offiziell abgeschafft worden, um für mehr Gleichheit zu sorgen. Eigentlich. Uneigentlich ist diese Kastenzugehörigkeit tief in der indischen Gesellschaft verwurzelt und kann nicht so einfach abgeschafft werden. So gehört man weiter seiner Kaste an, aber inzwischen gibt es Quoten für die Kasten. An Universitäten, Schulen, bei Wahlen, beim Kauf von Zugtickets oder auch im Job gibt es für niedrigere Kasten eine Quote, um eben auch den Menschen die Möglichkeit zu bieten, gute Unis etc. zu besuchen.

Für uns als Touristen war es nicht ersichtlich, wer zu welcher Kaste gehört. Aber erst mal ganz allgemein: Es gibt vier Hauptkasten, in die Inder hineingeboren werden (die Priesterkaste der Brahmanen ist die oberste, die der Shudra die unterste Kaste). Darüber hinaus gibt es aber noch mal 495 weitere Kasten, die sich dann noch in Unterkasten unterteilen. Die Zugehörigkeit zur Kaste lässt sich nicht ändern und möchte man in Indien heiraten, so ist es zwingend notwendig, dass die Kasten sowie die Unterkasten übereinstimmen. Irrsinnig oder?

Reisetipps für Indien

Unsere Route: 30 Tage in Indien

Indien Reisetipps Route

Lakhnau

Indien Reisetipps Lakhnau

Hier startete für uns die Reise in Indien. Der Ort war nach der Einreise über Land aus Nepal zum Ankommen und Gewöhnen gedacht. Die Führung durch die Altstadt war ein Highlight, nochmal würden wir aber nicht ganze 5 Tage dort verbringen.

Taj Mahal und Agra

Indien Reisetipps Agra

Das schönste Gebäude der Welt wollten wir auch sehen und nahmen Warteschlange und hohen Eintrittspreis in Kauf, um einen Blick aus der Nähe darauf zu werfen. Lohnt sich trotz der Touristenmengen! Und nebenbei hat Agra noch weitere Attraktionen zu bieten. Es lohnt sich, hier nicht nur im Rahmen eines Tagesausflugs aus Delhi kurz vorbeizukommen, sondern auch zwei, drei Tage zu verbringen.

Bharatpur – Keoladeo Nationalpark

Indien Reisetipps Keoladeo Nationalpark

Der Vogelpark war uns von einem anderen Reisenden empfohlen worden und empfing uns mit Ruhe und viel Natur. Und natürlich Vögeln 😉 Eine entspannte Auszeit von dem Trubel in den großen Städten.

Jaipur

Indien Reisetipps Jaipur

Mit Jaipur sind wir nicht so richtig warm geworden. Die Stadt war sehr groß, die Touristenattraktionen ziemlich teuer und wir genervt. Dabei soll die Festung ganz schön sein. Wir haben uns die Gassen der „Pink City“ angesehen und fanden das Angebot der Gewürze, Haushaltswaren, von Papier oder Schmuck schön zu bestaunen.

Jaisalmer

Indien Reisetipps Jaisalmer

In Jaisalmer fühlten wir uns direkt wohl. Die Wüstenstadt hatte eine angenehme Größe und eine tolle Festung zu bieten. An mehreren Tagen schlenderten wir durch die vielen Häuser, die auch heute noch bewohnt sind. Ein Highlight der ganzen Indienreise war definitiv die Kamelsafari in die Wüste! Würden wir immer wieder machen und weiterempfehlen.

Jodhpur

Indien Reisetipps Jodhpur

Die „blaue Stadt“ hatte die für uns schönste Festung im Angebot und dazu einen informativen Audio Guide. Das Fliegen über das Festungsgelände an der Zipline machte richtig viel Spaß! Aber auch die Stände um den Uhrenturm beglückten uns mit Essen, Lassis und witzigen Verkäufern.

Kochi 

Indien Reisetipps Kochi

Im Süden Indiens lernten wir noch einmal eine ganz andere Seite dieses Landes kennen. Religion, Essen und Wetter sind ganz anders als im Norden des Landes. Hier hatten wir auch die Möglichkeit, ein Tanztheater – Kathakali – zu sehen.

Kerala Backwaters

Indien Reisetipps Kerala Backwaters

Nach Aleppey fuhren wir, um die Kerala Backwaters zu erkunden, ein umfangreiches Flussnetz in tropischer Vegetation. Beim gemütlichen Treiben auf dem Holzkahn konnten wir die Natur in uns aufsaugen. Aber auch Aleppey hatte etwas Neues für uns zu bieten: Nach über 50 Tagen auf Weltreise das erste Mal Strand und Meer 🙂

Nützliche Tipps für deine Indienreise

  • Die deutschen Stecker passen in die indischen Steckdosen, keine Adapter notwendig.
  • Handeln, handeln, handeln! Da geht eigentlich immer was – und dann noch mal mehr 😉
  • Eine Rolle Toilettenpapier hatten wir immer dabei, die gibt es auf Toiletten selten. Alternativ gewöhnt man sich die indische Art des Säuberns an: mit Duschstrahl.
  • Kein Leitungswasser trinken, keine ungeschälten oder rohen Früchte essen.
  • Auf angemessene Kleidung achten (Frauen sollten Schultern und Knie bedecken).
  • Lass dich auf Gespräche mit den Indern ein – nicht jeder Verkäufer will einem alles an Geld abknöpfen, viele sind richtig freundlich.
  • Inder machen gerne Fotos mit Fremden, vor allem wenn diese helle Haut haben und groß sind (und im Vergleich zu den Indern sind wir Deutschen eigentlich immer groß!). Wir haben dem oft zugestimmt, weil es uns ja nicht wehtut.
  • Eine SIM-Karte für dein Handy zu bekommen, ist in Indien manchmal nicht so ganz einfach. Du benötigst dafür einen indischen Kontakt, den du angeben musst. Bei uns hat der freundliche Mitarbeiter des Vodafone Ladens dafür hergehalten und gleich noch ein Bild geschossen, weil wir kein Passfoto dabei hatten.

Das fanden wir besonders toll

Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Inder. Ausgestattet mit ordentlich Skepsis dank der ganzen Abzocke-Geschichten (der Lonely Planet widmet diesem Thema ein ganzes Kapitel!), haben wir uns zunächst immer sehr zurückhaltend verhalten und sahen hinter jeder freundlichen Geste den Versuch, uns Geld abzuluchsen. Eine gewisse Vorsicht ist sicherlich sinnvoll, aber wir haben irgendwann in Indien entschieden, dass wir den Indern damit Unrecht tun. Wir haben so viele nette Leute kennengelernt, die uns einfach so geholfen haben, weil sie es wollten. Nicht selten haben wir uns danach etwas beschämt angesehen, weil wir so misstrauisch waren. Die Inder sind unheimlich nett! Wir wurden nicht abgezockt!

Das werden wir nicht vermissen

Das Dauergehupe. Da haben wir uns auch in 30 Tagen nicht dran gewöhnen können. Obwohl, das stimmt nicht ganz. Wir sind irgendwann nicht mehr aufgeschreckt, sondern haben das Hupen nur noch zur Kenntnis genommen. Gestresst hat es trotzdem. Wir können leider keine großartigen Tipps geben, wie man dagegen immun wird.

Reiseplanung Indien: Unsere Tipps

Reiseführer Indien

Wenn wir unsere Reise in das nächste Weltreiseland planen, ist der Lonely Planet* immer unsere erste Anlaufstelle. Da wir in mehr als 15 Länder reisen und nur unser Handgepäck dabeihaben, können wir nicht die Buchversion mitschleppen. Deswegen empfehlen wir, den Kindle Paperwhite* in Kombination mit eBooks. Genial!

Hilfreiche Blogs für die Reiseplanung in Indien

  • San und Marco vom Reiseblog Leichtes Gepäck waren nur kurze Zeit vor uns in Indien unterwegs und haben mit ihren Beiträgen einen super Eindruck vom Land vermittelt.
  • Von India Someday haben wir leider erst nach unserer Reise erfahren, der Blog bietet super Unterstützung bei der Planung einer Indienreise an.

2 Kommentare zu “Indien: Reisetipps und wichtige Informationen

  1. Hallo Franzi,

    ich habe euch eben in der Reiseblogger Gruppe auf facebook entdeckt! Euer Blog ist wirklich richtig schön strukturiert und informativ. Hättet ihr Lust für unseren Indien-Blog (siehe Link) einen Gastbeitrag zu verfassen?

    Ich freue mich auf eine Mail von dir/euch!

    VG
    Lukas

  2. Hallo ihr zwei,

    es freut uns zu lesen, dass wir euch mit unseren Beiträgen einen super Eindruck vom Land vermittelt haben. Wir überlegen auch schon wann es wieder nach Indien geht, denke dann schmökern wir ein wenig auf eurer Seite, die wirklich sehr informativ ist.

    Sonnige Grüße
    San und Marco von leichtesgepaeck.de

    P.S.: würde uns freuen wenn wir es auf einen Kaffee irgendwo in der Welt schaffen würden.

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