Sian Ka’an Nationalpark – Traumstrand abseits vom Trubel in Tulum

Als Überraschung zu Franzis Geburstag hatte Matthias etwas ganz Besonderes abseits der Touristenpfade herausgesucht: den Sian Ka’an Nationalpark bei Tulum. Der Nationalpark besteht aus Küstengebieten, tropischem Regenwald, Meer und Feuchtgebieten und ist insgesamt über 5000km² groß. Der Name Sian Ka’an stammt von den Maya und bedeutet übersetzt ungefähr „Geschenk des Himmels“. Und so kam es uns auch vor 🙂

Anreise zum Sian Kaan Nationalpark

Der Nationalpark ist ca. 30 Minuten von Tulum Pueblo entfernt und lässt sich am besten mit eigenem Auto erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht, eine Alternative wäre ein Taxi oder die Anreise per Fahrrad für die ganz Sportlichen. Fährt man von Tulum Pueblo aus zum Strand, so wird man irgendwann rechts abbiegen, um in die Hotelzone zu gelangen. Hier reihen sich Resort an Resort und vom Meer sieht man nichts mehr. Diese Zone lässt man irgendwann hinter sich. Den Eingang in den Nationalpark kann man gar nicht verpassen, weil dort ein Eintritt von 31 Pesos (1,50€) pro Person bezahlt werden muss.

Übernachten im Sian Kaan Nationalpark

Die einzige (uns bekannte) Übernachtungsmöglichkeit besteht auf dem Campground Ultimo Maya, denn Hotels sind in dem Bioreservat nicht erlaubt. Der Campground bietet Campingplätze für 200 Pesos (9€) oder einfach ausgestattete Zelte für 1500 Pesos (65€} pro Nacht. Matthias hatte über AirBnB eine noch speziellere Unterkunft gefunden: einen umgebauten Pick-Up-Truck, auf dessen Ladefläche sich unsere kleine Unterkunft befand. Das gemütlich eingerichtete Nachtlager wurde von einem Dach aus Palmenblättern geschützt, hatte eine Matratze und war für uns extra mit Luftballons und Luftschlangen dekoriert worden.

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Der Campingplatz hat 3 Duschen und 3 Toiletten, die täglich gesäubert werden. Internet, Strom oder Handyempfang hatten wir nicht, eine willkommene Abwechslung! Wir haben uns selbst verpflegt, da unsere AirBnB Vermieter einen Grill für uns bereit gestellt hatten und die wichtigsten Kochutensilien vorhanden waren. So grillte Matthias am Abend über dem Feuer ein Steak und briet am nächsten Morgen Rühreier. Wem das zu rustikal ist, der kann sich aber auch im Restaurant des Campgrounds Essen bestellen und mit Blick auf das Meer genießen.

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Traumstrand fast nur für uns

Zum Campingplatz gehört ein wunderschöner, kleiner Strand. Hier spenden Palmen Schatten und es ist kaum jemand da. Als Camper hat man immer Zugang zum Strand und kann die Liegen, Stühle und Tische nutzen. Fährt man nur für einen Tagesausflug in den Sian Ka’an Nationalpark, kann man diesen Strand als Besucher nutzen, muss dafür aber 100 Pesos (4,50€) zahlen. Wir sind morgens schon kurz nach Sonnenaufgang im Meer gewesen, hatten den Strand ganz für uns alleine und fanden dieses Erlebnis wunderbar! Auch tagsüber war deutlich weniger Betrieb als am öffentlichen Strand von Tulum. Ganz klar ein Geheimtipp!

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Bootstour durch die Lagune

Weil wir an Franzis Geburtstag im Sian Ka’an Nationalpark waren, hatte Matthias vorher eine Bootstour durch die Lagune organisiert. Der Veranstalter mit dem ulkigen Namen Bambi brachte uns zur Lagune, die direkt gegenüber des Campgrounds liegt. Dort begrüßte uns unser Kapitän (dessen Namen wir leider vergessen haben) und schon düsten wir in die unendlichen Weiten des helltürkisen Wassers.

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Der erste Halt unserer Tour waren zwei kleine Inseln, die mit unterschiedlichen Arten von Mangrovenbäumen bewachsen sind. Mangroven sind diese witzigen Bäume, die Wurzeln von den Ästen ins Wasser wachsen lassen. In der gesamten Lagune gibt es nur diese beiden Inseln, die sowohl schwarze als auch grüne Mangrovenbäume beherbergen und damit der perfekte Nistplatz für die verschiedensten Vogelarten sind. Wir konnten Kormorane, Pelikane, Flamingos und so witzige Löffelvögel (das ist die wörtliche Übersetzung des spanischen Pajaro Cucharon) beobachten. Was wir dabei neu gelernt haben: Flamingos sind als Babyvögel weiß, die pinke Farbe bekommen sie erst durch das Essen der Shrimps! Wenn das bei Menschen so wäre, müsste Franzi schon knallpink durch Mexiko laufen 😉

Später zeigte unser mexikanischer Führer uns einen Vogel, der sein (riesiges) Nest unter anderem aus dem Müll baut, den er aus dem Meer fischt. Wenn das mal nicht als Upcycling durchgeht! Der Vogel sah für uns aus wie ein Adler, trug aber einen anderen Namen. Ja.. auch den haben wir vergessen.

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Später fuhren wir an einer Stelle im Wasser vorbei, die pechschwarz war und etwas gruselig wirkte. Dort drunter befindet sich eine Cenote, die unterirdisch mit der Gran Cenote verbunden ist, in der wir in Tulum schon schnorcheln waren! Und dort schwammen plötzlich fünf oder sechs Seekühe herum. Die Tierchen sind ganze zwei bis drei Meter lang und wiegen gute 200 Kilogramm. Immer mal wieder sahen wir sie auftauchen zum Luftholen. Unser Bootsführer war wohl irritiert, dass wir das so toll fanden. Er fragte uns später, ob es denn bei uns zu Hause keine Seekühe gäbe 😀

Nachdem wir uns von dem Anblick der Seekühe wieder losreißen konnten, steuerte unser Kapitän uns zum nächsten Highlight: der Stelle, an der die Lagune und das Meer aufeinander treffen. Man konnte also mit einem Bein im Süß- und mit einem im Salzwasser stehen! Der Strand dazwischen war auch sehr sehenswert und so schlenderten wir den einmal ab.

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Highlight unseres Ausflugs war aber definitiv der Maya-Kanal. Dieser natürliche Kanal inmitten der Mangrovenbäume ist mit seinem klaren Wasser ideal zum Schwimmen. Und weil er auch noch eine leichte Strömung hat, konnten wir uns einen Kilometer einfach nur durchs Wasser treiben lassen. Das war weit weg von Action, weil die Geschwindigkeit eher mit dem Tempo einer Seekuh zu vergleichen ist. Aber es war wunderschön, die Landschaft vom Wasser aus in sich aufzusaugen.

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Wir haben die zwei Tage in dieser Idylle, fernab der Touristenresorts von Tulum, richtig genossen. Mit dem Meeresrauschen im Ohr einzuschlafen, die Palmen über uns und morgens zum Sonnenaufgang als einzige im Meer zu baden, fühlte sich nach Luxus an. Da brauchten wir keine Suite oder andere Annehmlichkeiten. Der nicht vorhandene Strom oder Internetempfang hat bei uns eher dazu geführt, dieses Erlebnis noch intensiver zu erleben und einfach nur den Moment zu genießen.

Den Moment noch näher genießen? Dann hier mal ins Video schauen!

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3 Kommentare zu “Sian Ka’an Nationalpark – Traumstrand abseits vom Trubel in Tulum

  1. Hey ihr 2,
    hab gerade euren Blog und Vlog entdeckt und direkt mal überall abonniert. Wir waren auch schon im Sian Kaan Nationalpark, allerdings nur für 1 Tag ohne Übernachtung – ich wusste gar nicht, dass es dort so ein cooles AirBnb gibt! Wir sind damals mit unserem sehr kleinen Mietwagen noch viel weiter südlich gefahren, weil es dort irgendso ein Piratendorf (?) geben sollte. Der Weg wurde aber immer abenteuerlicher und irgendwann waren die Schlaglöcher so groß, dass wir uns dazu entschieden umzudrehen. Hier wäre ein Allrad die bessere Wahl gewesen.
    LG Annika

    1. Hallo Annika,
      schön, dass du uns gefunden hast 🙂 Das mit der Übernachtung ist auch sehr speziell und hat Matthias einiges an Recherchezeit gekostet, hat sich aber echt gelohnt! Wir sind nur mit dem Boot weiter in den Nationalpark gefahren, die Straßen haben wir unserem Mini-Mietauto nicht angetan.
      Liebe Grüße,
      Franzi & Matthias

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