New York: Stadt der Superlative

Viel zu schnell gingen unsere Tage in New York City vorbei. So viel gibt es hier zu entdecken und zu erleben, dass wir nur einen Bruchteil der ganzen Tipps umsetzen konnten, die wir vorher schon bekommen hatten. Wir fanden die Stadt einfach fabelhaft und werden definitiv noch einmal wiederkommen.

Unsere Anreise von Boston nach New York

Für die ungefähr dreistündige Fahrt hatten wir uns bei Megabus Sitze in der oberen Etage direkt am Fenster gebucht und hatten damit einen tollen Blick auf die Natur Neu-Englands sowie Stadtrundfahrten durch Boston und New York. Wir hatten die Tickets online gebucht und 25 US$ pro Person bezahlt. Die Busse sind klimatisiert, mit Wifi und jeder Sitz mit Steckdose und USB-Lademöglichkeit ausgestattet. Alternativ kannst du auch BoltBus, Greyhound, Peter Pan oder diverse andere Busse buchen, die ähnliche Leistungen zu ähnlichen Preisen anbieten. Wenn du lange vorher buchst, gibt es wohl manchmal Fahrten für unter 10US$. Die Busse fahren in Boston in der Regel vom South Bus Terminal ab, das sich direkt bei der South Station befindet und damit einfach zu erreichen ist.

Unsere Unterkunft in New York

Wie auch schon in Boston konnten wir hier ein halbes Vermögen sparen, weil wir bei einem Freund einer Freundin (danke Anne) untergekommen sind. Wir hatten Kevan vorher nie getroffen und waren total glücklich, bei diesem supernetten echten New Yorker einen Schlafplatz zu haben. In der südlichen Bronx, nur zwei Subwaystationen von Manhattan entfernt, wurde um uns herum mehr Spanisch als Englisch gesprochen, da hier sehr viele Latinos wohnen. Wir konnten nach der langen Zeit in Mittel- und Südamerika also weiter freundlich mit Hola grüßen und fielen gar nicht weiter auf.

U-Bahn fahren in New York City

Um in Manhattan von A nach B zu kommen, bietet sich die Subway an. Alle paar Blocks gibt es Subway Stationen und so gelangt man problemlos vom einen Ende der Insel zum anderen. Eine einfache Fahrt kostet 3$ und endet sobald du die Station verlässt, egal welche das ist. Wir haben uns wie schon in Boston ein 7-Tages-Ticket gekauft, das uns hier 32$ gekostet hat. Die Linien sind entweder durchnummeriert oder mit einem Buchstaben versehen. Um zu wissen, in welche Richtung du fahren musst, ist es immer hilfreich zu wissen ob du Uptown (Richtung Central Park und darüber) oder Downtown (Richtung Lower Manhattan) fährst.

New York Subway

Mit der Subway zum JFK Flughafen in New York

New York wird von drei Flughäfen umgeben, von denen der John F. Kennedy Flughafen der größte ist. Dieser liegt etwas außerhalb der Stadt, kann aber gut mit der Subway erreicht werden. Wir sind in der südlichen Bronx gestartet und haben bis zum Flughafen 1,5 Stunden gebraucht. Du musst mit einer der Linien Richtung Queens fahren und kannst von dort die Airport Train nehmen, die zu allen Terminals fährt. Die Fahrt mit der Airport Train kostet dich 5$, der Weg mit der Subway zur Airport Train nur die regulären 3$ (bei uns im 7-Tages-Ticket inklusive). Das fanden wir wirklich günstig.

Sightseeing in New York – die Standards

Da Matthias vorher noch nie in New York gewesen war, wollten wir einige der Touristenstandards abklappern. Schließlich kennt fast jeder so viele Fotos von New York, hat diverse Filme gesehen, die in New York spielen und das mussten wir dann eben mit dem Original abgleichen.

Die Freiheitsstatue

Vermutlich das Wahrzeichen von New York und damit auch für uns auf der langen To Do Liste der abzuklappernden Sehenswürdigkeiten. Glücklicherweise buchte Matthias uns spontan am Morgen online noch Tickets, denn die Schlange am frühen Nachmittag war unfassbar lang. Drei Stunden hätten wir ohne Reservierung hier warten müssen. Auch so standen wir eine ganze Weile an und mussten durch einen ausführlichen Securtiy Check bevor wir die Fähre nach Liberty Island betreten konnten.

New York Freiheitsstatue vom Boot aus

Auf der Insel selbst statteten wir uns zunächst mit den im Ticket inbegriffenen Audio Guides aus und hörten uns einiges zur Freiheitsstatue an. Als die 22 Stockwerke hohe Statue 1886 aufgestellt wurde, waren die höchsten Gebäude in Manhattan nur 5-stöckig. Kaum vorzustellen bei der heutigen Skyline. Danach ging für uns in die Statue, da wir Pedestal Tickets gekauft hatten. Mit diesen kann man bis zum Fuß der Statue hochgehen und einen Einblick ins Innere bekommen. Diese Tickets sind limitiert und können nur vor Betreten von Liberty Island gekauft werden. Es ist auch möglich, bis zur Krone der Freiheitsstatue aufzusteigen, allerdings sind diese Tickets oft Monate im Voraus schon ausgebucht. Wenn du also nicht so spontan reist wie wir, dann kannst du dir hier einen mega Ausblick organisieren.

New York Freiheitsstatue mit Skyline New York

Wir umrundeten die Freiheitsstatue schließlich noch einmal gemeinsam mit den Hundertschaften von Touristen auf der Insel, wichen zahlreichen Selfiesticks aus und gelangten sicher wieder auf die Fähre um nach Manhattan zurückzufahren. Die Tickets hatten uns 18,50 US$ pro Person gekostet und wir fanden den Preis auch völlig in Ordnung. Die Fähren legen am Battery Park ganz im Süden Manhattans ab und dort können die Tickets auch gekauft werden.

Die Brooklyn Bridge

New York Brooklyn Bridge

Die älteste Brücke der Stadt wurde 1883 errichtet und verbindet die Stadtteile Brooklyn und Manhattan miteinander. Die Brücke macht optisch einiges her und der Ausblick auf die Skyline von Manhattan ist fantastisch. Wir fuhren mit der Subway nach Brooklyn zur High Station, die direkt bei der Brücke liegt. Von hier liefen wir die knapp zwei Kilometer über die Brücke und blieben alle paar Meter stehen um die Aussicht zu genießen. Wahnsinn!!

New York Brooklyn Bridge Paar

Das Museum of Modern Art

Eines der berühmtesten Museen weltweit schaffte es auch, uns Kunstbanausen anzulocken und mit seinen Ausstellungsstücken zu beeindrucken. Wir staunten über Skulpturen, Bilder und Inszenierungen und fragten uns das ein oder andere Mal, ob das Kunst ist oder jemand da einfach was liegen gelassen hat 😉 Die vielen großzügigen Galerien beherbergen nicht nur aktuelle Ausstellungen sondern auch grandiose Werke von Künstlern wie Matisse, Monet oder Picasso.

New York Museum of Modern Arts

Spartipp: Normalerweise musst du 25 US$ Eintritt für das Museum zahlen. Aber jeden Freitag zwischen 16 und 20 Uhr kannst du das MoMa kostenlos besichtigen! Da wirst du natürlich nicht alleine sein, ist ja klar. Bei uns war es ordentlich voll. Wir waren aber dem Rat der Website folgend erst kurz vor 18 Uhr eingetroffen und mussten dadurch nicht anstehen, um hineinzukommen, sondern konnten direkt hineingehen.

Der Central Park

Diesen riesigen Grünstreifen inmitten von Manhattan kennen wir aus so vielen guten Filmen (z.B. Kevin allein in New York, Friendship), dass wir ihn natürlich auch mit eigenen Augen sehen mussten. Der Park erstreckt sich über 50 Blocks, hat mehrere Seen und ist erstaunlich ruhig. Wir schlenderten einmal quer durch, beobachteten ein Softballspiel auf dem großen Lawn und umrundeten die Seen im Park und versuchten, den Joggern nicht im Weg zu stehen.

New York Central Park

Times Square

Als wir aus der Subway Station am Times Square ausstiegen, fragte mich Matthias: „Und was ist jetzt das Besondere an diesem Platz?“ Nur wenige Minuten später lief er mit offenem Mund durch die Flut an Großleinwänden und rempelte immer wieder andere Passanten an, weil er den Blick nur nach oben hielt. Es ist schwer zu beschreiben, was dort zu sehen ist. Die Flut an blinkender Werbung, die riesigen Gebäude und die Massen an Menschen, die sich all das ansehen. Wir haben vor lauter Staunen und Rempeln leider vergessen, Fotos zu machen. Schoko-Tipp: Es gibt einen M&M-Store mit riesiger M&M-Zapfanlage, die sogar Zartbitter-Varianten bereit hält. Wir haben uns hier eingedeckt mit Snacks für den …

… Blick vom Top of the Rocks

Wer in New York ist, der muss auf jeden Fall auf einen der Wolkenkratzer gehen um sich die Ausmaße der Stadt von oben ansehen zu können. Da Franzi den Blick vom Empire State Building schon kannte und die Tickets mit 54$ pro Person noch mal deutlich teurer waren, entschieden wir uns für das Rockefeller Center. Hier erstanden wir für 34$ pro Person Tickets für die Aussichtsplattform Top of the Rocks in der 62. Etage.

New York Blick auf Empire State Building und die Stadt von oben

Wir waren kurz nach 17 Uhr oben, weil wir dachten, dass die Sonne gegen 19 Uhr untergehen würde. Das stellte sich als Irrtum heraus, da wir nun mal mitten im Sommer da waren (August) und die Sonne erst gegen 20 Uhr verschwand. Also genossen wir über 3,5 Stunden den 360° Blick über Manhattan und die Bezirke drum herum.

Wir hatten eine wirklich ausgezeichnete Sicht und konnten selbst die Freiheitsstatue in der Ferne gut erkennen. Auf der obersten Aussichtsplattform gibt es nicht einmal mehr Glas um einen herum, sodass wir tolle Fotos schießen konnten. Je später es wurde, desto voller und dichter wurde das Gedränge. Wir hatten uns aber vorne platziert und konnten somit das Farbspiel und den Sonnenuntergang hindernisfrei bestaunen.

New York Blick vom Top of the Rocks abends

Das One World Trade Center

Hier, wo bis 2001 noch das World Trade Center stand, wurde das höchste Gebäude der USA errichtet, das auch von Nahem beeindruckt. Steht man unten vor dem One World Trade Center und schaut nach oben, hat man den Eindruck, es würde in den Himmel wachsen.

Davor sind auf den Grundflächen des ehemaligen World Trade Centers Gedenkstätten in Form von Wasserfällen errichtet, in denen die Namen der Opfer des Anschlags verewigt wurden. Verstörend fanden wir an diesem Ort die vielen Menschen, die fröhlich in Richtung ihrer Selfiesticks grinsten um sich im besten Winkel abzulichten.

New York World Trade Center Denkmal

Auch um das One World Trade Center herum sind inzwischen eine Vielzahl neuer Gebäude entstanden, zu denen auch ein Museum zu den Ereignissen des 11. September 2001 gehört. Wir haben uns aufgrund der Wartezeit und des Eintrittspreises (24$) gegen den Besuch entschieden. Sehr beeindruckt waren wir vom Oculus, Shopping Center und Verkehrsknotenpunkt in einem. Das futuristische Gebäude mit freischwebenden Rolltreppen und dem vielen Licht ist definitiv einen Besuch wert.

New York Oculus

Sightseeing in New York – abseits der ausgetrampelten Pfade

Neben den Top-Attraktionen, die vermutlich bei jedem Touristen auf dem Plan stehen, gibt es auch einiges zu entdecken, das vielleicht nicht jeder auf dem Zettel hat, sich aber sehr lohnt. Wir müssen hier auch noch einmal erwähnen, dass unser Gastgeber Kevan uns tausend Tipps mehr gegeben hat, wir diese nur einfach nicht alle in die Tage packen konnten.

Chelsea Market

Dieser Foodmarkt hat mit der alten Fabrikhalle nicht nur eine tolle Location, er bietet auch für jeden etwas! Matthias hat als Erstes eine Berliner Currywurst verköstigt und als gut befunden.

New York Chelsea Market

Sonst findet man vom Sushi, über Crêpes, Burger bis hin zur leckeren italienischen Pizza einfach alles. Wir waren an einem Sonntag hier und es war supervoll! Die Leute quetschten sich durch die Gänge und immer mal wieder mussten wir anstehen. Einziger Nachteil sind unserer Meinung nach die wenig bis fast gar nicht vorhandenen Sitzplätze.

Highline Park

Auf einer stillgelegten Bahnstrecke inmitten der New Yorker Hochhäuser befindet sich der Highline Park. Zwischen der West 34th Street und West 12th Street kannst du hier auf einem toll angelegten Weg spazieren und immer wieder schöne Blicke auf New York erhaschen. Das Besondere dabei: du läufst etwas erhöht (High Line) und erlebst die Stadt noch einmal ganz anders.

New York High Line Park

Zudem gibt es immer wieder Bänke, überall sind Wiesen und Blumenbeete angelegt und dadurch kannst du angenehme Pausen einlegen und das Treiben um dich herum beobachten. Die High Line war früher zum Warentransport genutzt worden aber mit Zunahme der Bürojobs und Abnahme von Produktionsgebäuden in Manhattan irgendwann überflüssig geworden. Wir finden, dass das wirklich eine einzigartig tolle Weise ist, diese Infrastruktur zu nutzen! Und anscheinend nicht nur wir, denn hier waren richtig viele Leute unterwegs.

Greenwich Village

Dieses Stadtviertel südlich vom Central Park beherbergt die New York University, viele Cafés und es spielen immer irgendwo Straßenmusiker. Die Atmosphäre ist total entspannt und auf einem Spaziergang durch das Village kannst du vieles entdecken.

Wir starteten unsere Tour im Washington Square Park, in dem an jeder Ecke Musiker für tolle Unterhaltung sorgen. Als wir durch die schönen Straßen von Greenwich Village schlenderten, entdeckten wir auch das Spiele-Café The Uncommons, das uns sofort überzeugte. Hier kann man für 5$ unbegrenzt Brettspiele spielen und die Auswahl im Café ist wirklich beeindruckend.

New York Greenwich Village The Uncommons

Wir kamen mit einem deutschen Mitarbeiter ins Gespräch, der uns erzählte, dass das Café richtig gut angenommen werde und für die Abende oft eine Warteliste geführt werde, weil der Andrang so groß sei. Daher sei eine Reservierung für den Abend für Gruppen ab 5 Leuten empfehlenswert. Und weil der Laden so gut läuft, wird ab September ein weiterer in der Upper West Side mit dem Namen Hex & Co eröffnet. Wir waren von dem Konzept sehr begeistert und hätten hier gerne eine Partie gespielt, aber New York wollte ja noch weiter erkundet werden.

See you, New York!

Auch wenn unsere Tage in New York gut gefüllt waren und wir einiges gesehen haben, so konnten wir umso mehr nicht sehen. Die Stadt und auch die Bezirke rund um Manhattan haben so viel zu bieten, dass wir sicher noch einmal wiederkommen und weitere Ecken erkunden werden.

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2 Kommentare zu “New York: Stadt der Superlative

  1. Das 9/11 Museum bietet auch kostenlose Tickets an manchen Tagen an, falls meine Info noch richtig ist.
    Ihr habt doch einiges in NYC in der kurzen Zeit geschafft. 🙂
    Viel Spass bei der Weiterreise.

    1. Ja, wir waren ganz gut unterwegs die Tage 😉 Das mit dem 9/11 Museum hatten wir nicht weiter nachgesehen, nur vor Ort die Preise und die Warteschlange entdeckt. Ein weiterer guter Spartipp, danke dir dafür!
      Liebe Grüße aus Indonesien

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