Cartagena: die Perle der Karibik

Zum Abschluss unserer Zeit in Kolumbien verbrachten wir drei Tage in Cartagena, dem Ort, der vermutlich von den meisten Touristen hier besucht wird. Und wir können gut verstehen weshalb: das historische Zentrum mit seinen bunten Kolonialgebäuden ist ein absoluter Augenschmaus!

Cartagena Uhrenturm am Abend

Unsere Anreise von Palomino nach Cartagena

In Palomino liefen wir morgens zur Hauptstraße und konnten schon wenige Minuten später mit einem der Busse nach Santa Marta fahren. Für 9000 COP pro Person (2,50€) ging es zwei Stunden an Kolumbiens Küste entlang. In Santa Marta ließ uns der nette Fahrer beim Büro von Berlinas raus. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir hier in einem Transporter befördert würden. Für 40.000 COP (12€) buchten wir die vierstündige Fahrt, die letztendlich doch fünf dauerte. Im Transporter war deutlich weniger Platz zwischen den Sitzen, sodass wir eher eine normale Busfahrt bevorzugt hätten. Allerdings war es zumindest angenehm klimatisiert (nicht zu kalt) und wir wurden in Cartagenas historisches Zentrum gefahren. Der reguläre Busbahnhof liegt nämlich weit außerhalb der Innenstadt und erfordert eine 45-minütige Taxifahrt.

Unsere Unterkunft in Cartagena

Im Hotel La Magdalena* hatten wir uns für 25€ pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad gebucht. Das Hotel liegt im Viertel Getsemani, in dem es viele Restaurants und Bars gibt. Innerhalb von fünf Minuten erreicht man das historische Zentrum und somit war die Lage für uns perfekt. Das Zimmer war sehr schön gestaltet und hatten eine Klimaanlage. Ein Fenster gab es leider nur in den Flur hinein, ansonsten waren wir aber sehr zufrieden.

Cartagena Getsemani Gasse

Stadtbummel durch Cartagenas historisches Zentrum

Hauptattraktion in Kolumbiens größter Küstenstadt ist das historische Zentrum mit seinen zahlreichen Kolonialbauten in den schönsten Farben. Daher schlenderten wir hier durch die Straßen, von denen eine schöner war als die andere. Die tollen Kolonialhäuser tragen meistens Holzbalkone, von denen sich Grünpflanzen herunterrankeln und boten somit immer wieder schöne Fotomotive. Uns gefiel es sehr, einfach durch die Straßen zu bummeln und ohne festes Ziel die Stadt zu bewundern.

Cartagena Innenstadt mit Kolonialhäusern

Um das historische Zentrum steht noch ein Großteil der Stadtmauer, die über einen Zeitraum von 250 Jahren erbaut wurde um die Stadt vor Piraten und Plünderungen zu schützen. Heute kann man einen Teil der Mauer auch begehen und erhält von dort nicht nur schöne Blicke auf die historische Altstadt sondern auch auf die vielen Hochhäuser entlang der Küste.

Cartagena Stadtmauer mit Blick auf Hochhäuser

Schokoladenkurs im Museo de Choco

An unserem letzten Tag in Südamerika sollte es nun endlich soweit sein: wir würden selbst Schokolade zubereiten! So oft hatten wir vorher schon überlegt, einen solchen Kurs zu machen und immer hatte uns der relativ hohe Preis abgeschreckt. Hier in Cartagena ist der Preis mit 75.000 COP (21€) pro Person nicht günstiger als in Bolivien, Peru oder Nicaragua. Wir wollten den Kurs einfach noch machen bevor wir Südamerika verlassen.

Schon am Vortag waren wir ausführlich von der supernetten Angestellten zu den verschiedenen Schokoladensorten beraten worden, hatten Schokoladentee und -likör probieren können und einen Einblick in die Herstellung bekommen. Matthias als absoluter Schokoladenfan hatte sich also bereits durch das halbe Sortiment probiert 😉

Cartagena Schokoladenkurs Kakaobohnen

Luis, unser Lehrer für die nächsten Stunden, erzählte uns zunächst etwas über die Geschichte vom Kakao und dem richtigen Anbau, der Ernte und dem Prozess bis zur gerösteten Kakaobohne. Da die Maya als erste ein Getränk aus den Kakaobohnen zauberten, schloss sich hier für uns der Kreis. In Mexiko hatten wir ja viel über die Maya gelernt und nun konnten wir unser Wissen darüber in Cartagena noch einmal nutzen.

Kakaotee und Maya-Schokolade

Nach der Theorie ging es über zur Praxis und wir rösteten Kakaobohnen um sie dann besser schälen zu können. Die Schalen gossen wir mit Wasser auf und hatten so einen intensiven Kakaotee erhalten. Sehr lecker! Die Kakaobohnen zermalmten und mahlten wir zu einem Pulver und schließlich einer Paste. Angereichert mit Wasser, Chili, Maispulver, roten Beeren und Honig ergab dies die Maya-Schokolade, die wohl schon von den Maya zu wichtigen Ritualen und Zeremonien getrunken wurde.

Cartagena Schokoladenkurs Maya Schokolade

Den Rest unserer selbst hergestellten Kakaopaste vermischten wir mit Milch, Nelken, Zimt und Anis und konnten dann eine leckere Schokolade Conquisador nach dem Rezept der spanischen Eroberer trinken, die uns noch besser gefiel.

Cartagena Schokoladenkurs Franzi probiert

Für die Herstellung unserer eigenen Schokoladenriegel bekamen wir schon fertige, flüssige Schokolade, weil wir das so klümpchenfrei mit der Hand nicht hinbekommen hätten. Wir füllten unsere kleinen Pralinen mit vielen unterschiedlichen Zutaten und waren nach zwei Stunden restlos begeistert. Dieser Kurs hatte uns richtig viel Spaß gemacht und einen wirklich tollen Einblick in die Herstellung von Schokolade gegeben.

Gesundes Essen in Cartagena

Da wir inzwischen Reis in Kombination mit Kochbananen und einer Fleischbeilage nicht mehr sehen konnten, weil wir das seit sieben Monaten essen, nahmen wir dankbar das vielfältige Restaurantangebot in Cartagena wahr. Die Preise waren hier allerdings auch die höchsten die wir auf unserer bisherigen Reise durch Kolumbien für Essen bezahlt haben.

Frühstück im Beyu

Dieses kleine Café in Getsemani bietet wohl sensationellen Kaffee an. Wir als Nicht-Kaffee-Trinker kamen allerdings wegen des Frühstücks und hatten hier ein fluffiges grünes Omelette und eine Acai-Bowl mit Früchten. Beides schmeckte hervorragend!

Cartagena Beyu Cafe Frühstück

Fisch und Grünes im Pezetarian

Diese stylishe Lokal hat eine tolle Auswahl an Salaten, Wokgerichten, Sushi, Suppen und Ceviches. Wir probierten uns quer durch die Speisekarte und fanden alles toll gewürzt und sehr lecker! Einzig der Temperaturunterschied zur Außentemperatur ließ uns erschaudern. Schwitzten wir vor der Tür noch bei schwülen 30°C, so klapperten uns hier drin bei gefühlten 10°C die Zähne.

Cartagena Pezetarian Essen

Günstige Pasta im Pavia Restaurant

Durch Zufall sind wir am ersten Abend im gemütlichen Innenhof dieses kleinen Restaurants gelandet, das Pasta und Pizza anbietet. Für 14.000 bis 20.000 COP (4-6€) bekommt man hier leckere Pastagerichte zu fairen Preisen. Außerdem haben wir hier die günstigsten Bierpreise in ganz Kolumbien gefunden: ein Anguilla kostete nur 3000 COP, was nicht einmal ein €uro ist. Das kleine Restaurant liegt in Getsemani und teilt sich den Eingang mit dem Café Beyu.

Fantastisches Eis in der Gelateria Tramonti

Weil Freunde von uns auf ihrer Weltreise ebenfalls Cartagena besucht und das Eis als das beste der Reise bezeichnet hatten, machten wir uns auf die Suche nach der Gelateria Tramonti. In Deutschland vergeht für uns im Sommer kaum ein Tag ohne Eis, wohingegen wir auf unserer Reise die Versuche, ein gutes Eis zu finden, nach und nach eingestellt haben. Zu oft waren wir enttäuscht worden. Doch auf den Geschmack von Kathrin und Julian ist Verlass! Der charmante italienische Eisverkäufer ließ uns zunächst einige Sorten probieren und es fiel uns sehr schwer, unsere Auswahl zu treffen. Die Eissorten waren derart gut, dass wir am nächsten Tag weiter probierten. Unsere Favoriten: Mojito und Ananas mit Basilikum!

Entspanntes Ende unserer Zeit in Kolumbien und Südamerika

Nach drei Wochen endete unsere Reise durch Kolumbien in Cartagena. Die Zeit war richtig schnell vergangen, weil wir hier so vieles erlebt hatten. Das Land und vor allem seine Bewohner haben uns wirklich gut gefallen und wir haben festgestellt, dass man hier noch deutlich mehr Zeit verbringen kann. Nach insgesamt sieben Monaten in Mittel- und Südamerika ist es für uns aber in Ordnung Adios und Hasta Luego (Bis bald) zu sagen, um weitere schöne Flecken zu erkunden.

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2 Kommentare zu “Cartagena: die Perle der Karibik

  1. Hey ihr beiden,
    es freut uns, dass euch die Gelateria Tramonti ebenfalls gefallen hat 😉 Wir hatten auf der Reise nämlich auch das Problem, dass wir nirgends gutes Eis bekommen haben. Aber in den USA gibt es bestimmt auch leckeres Eis.
    Kommt ihr noch gut mit dem Reisen mit Handgepäck klar? 😉
    Weiterhin viel Spaß auf eurer Reise und bis bald! Viele liebe Grüße auch von Kathrin!
    Julian

    1. Wir durchstöbern immer mal wieder eure Seite und finden dort jedes Mal verlässliche Tipps fürs Essen 😉 Das Cono Gourmet gibt es übrigens nicht mehr, das hatten wir nämlich auch gesucht. Mit dem Handgepäck kommen wir nach wie vor richtig gut klar, vor allem nachdem wir die warmen Klamotten, die wir in Bolivien und Peru brauchten, wieder losgeworden sind.
      Liebe Grüße ins schöne Hamburg!
      Franzi & Matthias

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